Mysterious Women, copyright Sylvia Knelles

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Harald Schmidt; „Für mich fängt reich erst ab dem Privatjet aufwärts an!“

Zum verbalen Schlagabtausch in der ARD bittet Harald Schmidt mit der umstrittenen Show „Schmidt & Pocher“ regelmäßig. Sonst allerdings macht er nur noch das, wozu er richtig Lust hat – nun kommt seine Gastrolle in der ZDF-Serie „Unser Charly“. Im Interview dazu redet der ARD-Mann über sein spezielles Verhältnis zu Tieren und Kritikern

Nicht mehr so oft wie früher beim Privatfernsehen, aber doch mit schöner Regelmäßigkeit bittet der inzwischen als Deutschlands Chefzyniker gefeierte Harald Schmidt (50) zum verbalen Schlagabtausch via Bildschirm zu später Stunde im Ersten. Seit Altmeister Schmidt sich im Oktober allerdings Newcomer Oliver Pocher (29) als „Verstärkung“ dazu geholt hat, ist deren gemeinsame ARD-Show „Schmidt & Pocher“ (donnerstags, 22.45 Uhr) etwas umstritten. Ab dem 24. Januar stehen noch vierzehn Folgen aus, dann ist der Vertrag mit der ARD über 22 Episoden insgesamt erfüllt – und laut Sender steht im Januar eine Fortsetzung oder nicht zur Ent­scheidung. Wie dem auch sei, Harald Schmidt hat sich auf seine berufliche Fahne geschrieben, ansonsten nur noch das zu tun, wozu er wirklich Lust hat und was ihm so richtig Spaß macht. Nach Stippvisiten als Moderator bei „Report Mainz“ und im ZDF-„heute journal“, war der Schauspieler Harald Schmidt zuletzt in der ZDF-Sendereihe „Das Traumschiff“ zu sehen und nun kommt seine Gastrolle in der ZDF-Familienserie „Unser Charly“ (13 neue Folgen ab 26. Januar, samstags, 19.25 Uhr). Im  Interview dazu redet der ARD-Mann mit ergrautem Haupthaar und runder Brille über sein spezielles Verhältnis zu Tierren und Kritikern und er verrät, das Leben welcher Person er theoretisch gerne mal für eine Woche führen würde:

Ihren Auftritt im „Musikantenstadtl“ bei Karl Moik haben Sie seinerzeit Ihren Eltern zuliebe absolviert. Sind Sie nun durch Ihren Gastauftritt in der ZDF-Vorabendserie „Unser Charly“ (13 neue Folgen ab 26. Januar, samstags, 19.25 Uhr) zumindest bei einigen von Ihren Kindern der Hero?

„Ich hoffe es, das wird sich zeigen, wenn die Folge gelaufen ist und Kinder sind ja doch sehr streng im Urteil. Aber ein Foto habe ich bereits gekriegt, ich mit dem Schimpansen zusammen, und das war dann schon eine große Attraktion, als ich das Zuhause gezeigt habe.“ (lächelt)

Und wenn Ihre Folge am 26. Januar 2008 ausgestrahlt wird, dann sitzen Sie wirklich mit der Familie vor dem Gerät?

„Absolut ja.“

Gegenüber Hunden sind Sie immer eher etwas gehemmt, aber bei einem Schimpansen ist das anders? Haben Sie das festgestellt?

„Bei dem Schimpansen war der große Vorteil, dass das Ganze extrem professionell gehandhabt wird, das heißt, es sind zwei Tiertrainer dabei und eine Tierärztin. Der Schimpanse darf gar nicht länger als eine oder zwei Stunden drehen und dann braucht das Tier eine Pause. Insofern ist da das Beste, man hält sich streng an die Anweisungen, die die Tiertrainer geben. Also, man selber hat dann in dem Sinne gar nichts zu tun. Es war aber für mich sehr interessant, zu sehen, wie mit so einem Schimpansen gedreht wird. Die eigentliche Arbeit dabei machen die Tiertrainer mit ihm.“

Konnte trotzdem eine Form von Sympathie entstehen oder war das in der kurzen Zeit gar nicht möglich?

„Doch, weil man natürlich relativ schnell gewisse Parallelen entdeckt – im Bewegungsablauf, in Verhaltensweisen und so. (schmunzelt) So weit ich das beurteilen kann, wurde das Tier auch vom gesamten Team sehr gut behandelt.“

Aber all das haben Sie bei der Entscheidung für diese Rolle noch nicht gewusst?

„Nein, überhaupt nicht. Ich fand das einfach toll, da mitzuspielen. Ich fand auch den Entrüstungssturm wunderbar, der gleich in der Presse losgegangen ist: Wie kann man da mitspielen? Aber ich muss sagen, das war für mich insgesamt eine tolle Sache.“

Und Sie sind quasi das Vorprogramm der nächsten Ausgabe von „Wetten dass …?“ aus Salzburg.

„Ist das so? Ja, im Grunde werden da die Gespräche ähnlich verlaufen, glaube ich.“ (lächelt)

Waren Sie mutig? Würden Sie das von sich sagen oder mussten Sie das bei zwei Tiertrainern und einer Tierärztin in Ihrer Nähe gar nicht sein?

„Nee, man sollte in so einer Situation ganz einfach nur zurückhaltend und vernünftig sein, und sich strikt an das halten, was die Trainer sagen. Und die Trainer sagen als erstes: ,Vergiss nie, er ist ein wildes Tier.‘ Und das finde ich auch absolut korrekt, denn ich mag es überhaupt nicht, wenn Tiere so vermenschlicht sind. Das ist Charly zwar in der Rolle, aber wirklich nur für den kurzen Zeitraum, in dem mit dem Schimpansen gedreht wird. Danach ist der Affe wieder voll in seinem Recht als Schimpanse.“

Sind Sie nun auf den Geschmack gekommen? Können Sie sich vorstellen, selbst Haustiere zu haben, auch wenn da vielleicht die Kinder auf Sie einwirken müssen oder geht das bei Harald Schmidt gar nicht?

„Ach, das wäre denkbar, aber ich finde Tiere brauchen dann auch wirklich den Raum und den Platz. Wenn ich da sehe, welche Riesen-Hunde teilweise in irgendwelchen Stadtwohnungen gehalten werden, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass das so der Idealfall ist.“

Sie haben mal gesagt, Sie wollen nur noch Sachen machen, zu denen Sie richtig Lust haben und die Ihnen Spaß machen.

„Genau.“

Ihre Gastrolle in „Das Traumschiff – Rio de Janeiro“ (1. Januar, 20.15 Uhr) und „Unser Charly“ kommen. Es gab bereits das „heute journal“ und „report Mainz“. Was kann da noch kommen?

„Das weiß ich nicht, sondern ich warte einfach ab, was man mir anbietet. Ich kriege ja etliches angeboten, aber das Meiste ist für mich uninteressant. Das lasse ich auf mich zukommen. Man kann sich da ja nicht irgendwo bewerben oder ich wüsste gar nicht, wo ich anrufen sollte, um zu fragen, kann ich da mal mitmachen? Ich warte da ab, was man mir anbietet.“

Barbara Schöneberger hat aber schon im Interview mit dem ,stern‘ gesagt, sie würde gerne die „NDR Talkshow“ moderieren – und, schwuppdiwupp, ab 18. Januar tut sie dies.

„Ja, toll, wenn ich wüsste, was ich gerne moderieren würde, dann würde ich das auch sagen. (lächelt) Aber mir fällt nichts ein.“

In der Serie „Unser Charly“ sitzen Sie als Obdachloser auf einer Parkbank in Berlin und haben alles Hab und Gut in einem Einkaufswagen neben sich versammelt. Welchen Platz und wie viel Platz würden die Dinge, die Ihnen im Leben lieb und wichtig sind, tatsächlich benötigen?

„Da brauche ich nicht mal einen Einkaufswagen.“

Ehrlich nicht? Ich habe es geahnt.

„Wir haben für ,Unser Charly‘ in einer wirklich schnieken Ecke von Berlin gedreht, das war in Wannsee, und man sieht auch, dass es ein Villenviertel mit tollen Häusern ist. Und ich selber bin jemand, dass ich sage, Möbel oder etwas, an dem ich hänge oder so, das gibt es für mich überhaupt nicht.“

Sie würden auch nicht den einen oder anderen Preis retten wollen?

„Nix, nee, gar nichts.“ (grinst)

War der Obdachlose im reichen Villenviertel bei „Unser Charly“ für Sie schon wieder paradox und auch deshalb interessant?

„Das ist eine Familienserie und deshalb darf es da auch sozusagen nicht in den Elendsbereich kommen, sondern es ist mehr so die Abteilung Lebenskünstler: Der etwas ulkige Lehrer, vielleicht Oberstudienrat, der so eine gewisse Schrulle hat und halt mit dem Einkaufswagen durch die Gegend fährt. Aber es darf ja in keinem Fall so ein Bettler-Elend assoziiert werden, denn das würde mit dem Sendeplatz überhaupt nicht funktionieren.“

Und dann kommt ein Kuchen oder eine Torte durch Ihren Partner Charly ins Spiel?

„Richtig, Charly klaut den Kuchen aus einem Wagen und bringt ihn mir. Ich weiß es nicht mehr genau, ich glaube, entweder hat eines der Kinder Geburtstag in der Serie oder die fahren zu einem Geburtstag. Auf jeden Fall, Charly klaut den Kuchen und bringt ihn.“

Gibt es im wahren Leben Süßes, für das Harald Schmidt schwach werden kann oder nicht?

„Doch, ich esse sehr gerne Kuchen, ja, und auch Schokolade mit einem hohen Kakaogehalt.“

Und bei dem Kuchen handelt es sich am liebsten schon, um den hausgemachten von Ihrer Mutter in Nürtingen?

„Nicht unbedingt, eher so richtig Abteilung Schwarzwälderkirsch- und Sachertorte. Es muss dann im Zuckerbereich auch schon richtig der Pegel ausschlagen.“ (lacht laut)

Sie waren Zivildienstleistender, Theater-Schauspieler in Augsburg, dann beim Kabarett am Düsseldorfer „Kom/m)ödchen“, danach kam im Fernsehen „Psst“ und „MAZ ab“, „Verstehen Sie Spaß?“, die Late Night bei SAT.1 und nun „Schmidt & Pocher“ im Ersten. Können Sie sagen, welche Phase Ihres Berufs­lebens Ihnen als die wertvollste und beste erscheint?

„Wahrscheinlich die fünf Jahre, als ich im ,Kom(m)ödchen‘ war und gedacht habe, es ist bestimmt ganz toll, eine Samstagabendshow im Fernsehen zu moderieren. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich hinter einer Sperrholzkulisse stand und dachte, das habe ich mir viel toller vorgestellt.“

Haben Sie diese Jahre in Düsseldorf auch am meisten geprägt?

„Ja, da war ich ja noch Ende 20 und hatte natürlich auch mit Kay Lorentz so einen Theater-Prinzipal als Chef, der in dieser Zeit Pocher einen großen Einfluss auf mich hatte.“

Und das Fernsehen hat Sie nicht geprägt, sondern Sie wollten dorthin, jetzt sind Sie da und es ist nichts da, was prägen kann?

„Doch, auch, aber nicht so in dem Sinne, dass ich sage, da wurde so ein Fundament geschaffen, auf das man immer wieder zurückgreift. Fernsehen ist bei mir dann doch so etwas, was sich zufällig ergeben hat.“

Und es prägt nicht unbedingt?

„Mich jedenfalls nie so stark wie die Zeit am ,Kom(m)ödchen‘.“

In einer der letzten Sendungen „Schmidt & Pocher“ haben Sie die Jahresgehälter der deutschen Top-Manager rausgebrüllt.

„Ja.“

Wenn Sie vielleicht auch nicht über 1.000mal mehr verdienen, so kriegen Sie doch bestimmt mehr als zum Beispiel Ihre Kamerafrau Irene Lauterbach. Welche Bedeutung hat Geld für Sie, denn es gab auch die Zeit nach dem 11. September 2001, in der Sie zwei Wochen nicht gesendet haben, aber dafür gesorgt, dass Ihre Mitarbeiter finanziell trotzdem versorgt werden. Diesen Harald Schmidt gibt es also auch.

„Ja, klar. Das war für mich auch eine Selbstverständlichkeit, weil ich mir hinterher da nicht den geringsten Vorwurf anhören wollte. Geld ist für mich eine Sache, die eine gewisse Unabhängigkeit schafft. Aber die Leute glauben immer, man wäre reich, wenn man eine Wohnung hat. Für mich fängt aber reich erst ab dem Privatjet aufwärts an. Und das ist für mich nichts Erstrebenswertes. Ich komme eigentlich gut zurecht, mit dem, was so linienmäßig angeboten wird.“ (lächelt)

Wie wichtig ist dem Harald Schmidt, der immer auch als Einzelgänger charakterisiert wird, dass er doch sein festes Team hat. Ihre Kamerafrau gehört schon lange dazu. Schätzen Sie in der Arbeit Menschen, mit denen Sie auf einer Wellenlänge sind, um nicht ständig erklären zu müssen?

„Na ja, gut, das macht es natürlich einfacher. Die meisten Leute im Team sind jetzt zehn Jahre oder länger dabei, weil sie sich auf kurzem Wege verständigen können. Man sagt, das machen wir so wie damals mit dem und dem. Und das ist eine große Vereinfachung. Wenn man immer wieder neue Leute dazu holt, ab und zu ergibt sich das zwangsläufig, dann muss man aber doch immer wieder bei Null anfangen.“

Es geht gar nicht um Ja-Sager, sondern um die Wellenlänge?

„Ja und darum, es zu vermeiden, dass man immer wieder bei Adam und Eva anfangen muss.“

Was ist Luxus für Sie? Was wäre ein Luxus, den Sie sich gönnen?

„Ich finde, Luxus ist wirklich Zeit und Ruhe. Es ist mittlerweile auch schon ein Klischee geworden, wenn man das sagt, aber so empfinde ich das. Denn es ist ja auch überall mittlerweile wahnsinnig voll und ich finde, wenn man sich die Zeit selber einteilen kann und auch seine Ruhe hat, dann ist das der gößte Luxus.“

Den Sie dann lieber alleine genießen oder mit der Familie?

„Wie es sich ergibt, das lasse ich auf mich zukommen und da mache ich keine Planung.“

Hat Erfolg in Ihrem Beruf einen Preis und wie würden Sie den für sich persönlich definieren?

„Nee, der Job ist so, wie er ist und ich finde, es gibt da keinen Grund zu jammern. Das würde ich nicht sagen.“

Sie müssen keine Opfer bringen?

„Auf mich wirkt das nicht so, nein.“

Wenn Sie einen beruflichen Ausblick ins nächste Jahr wagen, wäre der Idealfall rund 52mal „Schmidt & Pocher“ im Ersten?

„Nein, das wäre mir viel zu viel. (grinst) Auch das lasse ich auf mich zukommen. Wie gesagt, man weiß ja gar nicht wie sich da alles entwickelt und wie sich das ergibt – und das ist das Schöne, dass ich da nicht mehr so weit im Voraus planen muss, das lasse ich komplett auf mich zurollen.“

Wie sind Sie mit der Kritik umgegangen, als Oliver Pocher als Ihr Partner bekannt gemacht worden ist? Da waren viele Beileidsbekundungen und negative Briefe im Internet zu lesen und „Spiegel Online“ schriebt vom Champagner neben der „Aldi“-Brause? Stehen Sie da drüber?

„Ja. Das kenne ich ja nun schon seit vielen Jahren. Nimmt man zur Kenntnis und hat weiter keine Konsequenzen.“

War das für Sie keine Form von Gradmesser, da hat es besonders heftig ausgeschlagen und Sie deshalb vielleicht beunruhigt?

„Das weiß ich, ehrlich gesagt, nicht, weil ich mich dann auch nicht mehr so intensiv damit beschäftige. Verstehen Sie, es hat ja keine Auswirkung.“

Aber Sie wurden schon vom Programmdirektor des NDR-Fernsehens und zukünftigen ARD-Programmdirektor, Volker Herres, zu einem Überraschungsbesuch auf eine Sitzung des Rundfunkrates in Hamburg geholt, als dort eigentlich „Schmidt & Pocher“ zur Diskussion stehen sollte?

„Nein, nein, nein, das ist völlig falsch, sondern es war eine rein private Einladung des Vorsitzenden des Rundfunkrates des NDR, Helmut Frahm, zur letzten Rundfunkratssitzung von Jobst Plog. Eine rein private Veranstaltung, mit der Herr Herres gar nichts zu tun hatte.“

Auch wenn in bewegten Bildern zu sehen war, wie Volker Herres Sie am Taxi abholt und Sie sagen: „Jobst Plog hat mich damals zur ARD geholt und ich bin heute gekommen, um mich vor allen dafür zu entschuldigen.“?

„Richtig, aber das war wirklich eine rein private Veranstaltung für Jobst Plog zu dessen letzter Sitzung des Rundfunkrates.“

Dann ist das falsch dargestellt worden, weil es hieß, es sollte über Ihre Show diskutiert werden und Sie haben da zwischendurch mal schnell für etwas Entspannung gesorgt.

„Ja, das war definitiv falsch dargestellt.“

Dürfen Sie als TV-Unterhalter nostalgisch sein? An der Ausgabe Ihrer Show, die von der WDR-Programmdirektorin Verena Kulenkampff sehr gelobt worden ist, hat mir am besten der Einspielfilm „Pippi Stützstrumpf“ gefallen – und der war zehn Jahre alt. Kann es ein Wiedersehen mit „Vadder Theresa“ geben?

„Vielleicht kramen wir noch mal einen Sketch mit dem heraus, aber nicht, dass wir das noch einmal neu drehen. Das sind ja dann auch Sachen, die für damals gestimmt haben. Als Archivbeitrag, so, dass man sagt, da haben wir doch etwas, was dazu passt, könnte es sein, aber nicht frisch gemacht, in einer Neuauflage.“

Da sind Sie nicht nostalgisch?

„Nein.“

Es wird immer gesagt, Einspielfilme machen die Sendung teurer. Wenn Sie aber mit Herrn Pocher auf dem Pilgerweg in Kölns Umgebung gefilmt werden, dann wünsche ich mir doch „Vadder Theresa“ zurück, denn da war nach meiner Meinung das Geld besser investiert?

„Gut, aber ich meine, dafür sind wir da, dass wir sozusagen Wünsche ermöglichen.“ (lächelt)

Ihre Eltern sollen Ihren Erfolg als völlig normal empfinden?

„Ja, meine Eltern haben sich daran gewöhnt.“

Mutter und Vater Schmidt leben immer noch dort, wo sie in Nürtingen schon lange leben und Ihre Mutter kennt mittlerweile die Krankengeschichten des ganzen Umfeldes. Wäre so ein Leben für Sie auch vorstellbar gewesen oder ginge das gar nicht?

„Natürlich, auf mich ist ja das alles irgendwie zugekommen und wenn es mit der Schauspielerei nicht geklappt hätte, dann wäre ich da wahrscheinlich hängen geblieben.“

Ehrlich?

„Ja.“

In Nürtingen und verheiratet?

„Das weiß ich nicht, aber eines ist sicher, wenn das mit der Schauspielerei nicht geklappt hätte, dann wäre das ganze Thema für mich auf jeden Fall abgehakt gewesen.“

Wenn theoretisch die Möglichkeit bestehen würde, für eine Woche das Leben eines anderen Menschen zu leben, wessen würden Sie spontan ausfüllen wollen?

(überlegt kurz): „Wahrscheinlich Monsignore Genswein, der persönliche Assistent des Papstes.“

Warum, wollen Sie einfach mal auf Tuchfühlung sein?

„Ich stelle mir das sehr interessant vor, den Vatikan einmal ganz von innen zu erleben.“

Meinen Sie nicht, das eine Audienz beim Papst Ihnen noch mal vergönnt sein könnte?

„Keine Ahnung. Das kann ich nicht beurteilen. Da kriegt man ja eine Einladung, das kann man nicht verlangen.“

Anders als ein Hamburger, der generell keine Orden annimmt, würden Sie dann aber nicht sagen, dass Sie so katholisch sind, dass Sie sich nicht trauen würden?

„Nein, wenn man da eingeladen wird, dann geht man natürlich hin, das gebietet schon der Anstand.“

Letzte Frage: Die berühmte gute Fee taucht auf und Harald Schmidt hat drei Wünsche frei – welche sind das spontan?

„Ich bin wunschlos glücklich und das würde ich dieser Fee auch sagen.“ (lacht)

©Wolfgang Wittenburg - Infoauswertung honorarpflichtig (01/2008)