Mysterious Women Magazin

Interview - Nicole Heesters

 

Obwohl die Hamburgerin der Bühne klar den Vorrang gibt, ist die 72-jährige Tochter von Alt-Charmeur Johannes Heesters immer mal wieder mit einer Paraderolle im Fernsehen zu sehen – sehr gerne wie nun in „Fünf Tage Vollmond“ auch mit ihrer Tochter Saskia Fischer

Nicole Heesters

„Wenig Publikum macht mir wirklich Angst!“

Man sieht sie immer wieder gerne – die wunderbare Schauspielerin Nicole Heesters (72, „La Morte“) und ihre Tochter Saskia Fischer (42, „Großstadtrevier“). Dass Mutter und Tochter vor der Kamera wie nun in „Fünf Tage Vollmond“ (19. Juni, 20.15 Uhr, ARD) so gut harmonieren, liegt auch daran, dass sie viele Gemeinsamkeiten verbinden: Beide sind in ein Künstler-Elternhaus geboren worden und dann dort groß geworden. Beide haben eine Klosterschule besucht. Das Elternhaus haben sie früh verlassen, es zog sie auf eine Schauspielschule … Und wenn es die Götter mit Nicole Heesters ebenso gut meinen, wie sie es mit ihrem berühmten Vater Johannes „Jopi“ Heesters (105) tun, dann können Mutter und Tochter auch noch viele Jahre zusammen arbeiten – auf der Bühne und für den Film. Privat lebt Nicole Heesters genau wie Tochter Saskia liebendgerne in Hamburg. Doch Unterschiede gibt es natürlich auch einige, denn Nicole Heesters ist seit über 40 Jahren mit Ehemann Pit Fischer (71, früher Bühnenbildner von „Wetten dass …?“) verheiratet und der gemeinsame Johannes (44), selbstständiger Entwickler und Veranstalter, hat bisher alleine für Enkelkinder gesorgt. Wir trafen Nicole Heesters zu einem umfangreichen Interview über Glückszahlen, Sterbegedanken und den glücklichen Umstand, dass sie demnächst zum fünften Mal Oma werden soll:

Obwohl Sie in „Fünf Tage Vollmond“ (19. Juni, 20.15 Uhr, ARD) nur zu Beginn und am Ende des Films zu sehen sind, bilden Sie und Ihre Tochter Saskia Fischer, die im Film auch Ihre Tochter spielt, für mich die Säulen der Geschichte, weil Sie so viel in Ihr Spiel legen. Wie sehen Sie das?

„Ich gebe immer mein Bestes und ob eine Rolle nun groß oder klein ist, ich schwöre es, das ist mir schietegal. Beim Lesen des Drehbuches habe ich gedacht, das ist eine nette Geschichte und ich freue mich immer, wenn ich mit meiner Tochter zusammen arbeite.“

Ist das so?

„Absolut und eigentlich hat das Angebot auch meine Tochter bekommen, denn sie kennt den Regisseur Matthias Steurer. Und da war ich mit Gepäck! (lächelt) Sicher ist es eine kleine, aber schöne Geschichte. Und das ist mir lieber, als eine große, wo man  oft gesehen wird, aber es steckt nicht so viel dahinter. Ich finde, diese Geschichte in ,Fünf Tage Vollmond‘ hat eine kleine Poesie.“

Ihr Kollege Wolf Roth hat mir mal gesagt, dass sind die so genannten Bunsenbrenner-Rollen, wo man nicht so viel Zeit hat und immer vor der Kamera gleich von Null auf Hundert hochfahren muss – sehen Sie das ähnlich?

„Das empfinde ich bei jeder Arbeit so.“

Aber hier sind Sie (leider) reduziert und müssen in die Szenen als Johanna Thamsen zu Beginn und am Ende des Films alles reinpacken – und Sie schaffen das wirklich hervorragend?

„Ja, aber das ist mein Beruf. Johanna Thamsen, das ist eine Frau, die auf einer Hallig lebt und da wird man still, glaube ich, wenn man da oben lebt. Das war die Vorlage und dann macht man das. Und wenn Sie sagen, man muss alles reinlegen, das mache ich bei jeder Rolle, sonst macht mir der Beruf keinen Spaß.“

Wenn Sie sagen, dass Sie sich immer über eine Zusammenarbeit mit Ihrer Tochter, Saskia Fischer, freuen, dann war das im Film nicht die erste, denn auf der Theaterbühne hatten Sie diese Freude schon öfter?

„Ja, vor Jahren haben wir schon mal so kleine Sachen zusammen gemacht, zum Beispiel mit Heinz Reincke in ,Heimatgeschichten‘. Na ja, das liegt so nahe und wenn ich in einer Rolle eine Tochter habe, dann finde ich es immer schön, wenn es meine Tochter ist. Da schwingt etwas mit, was man nicht beschreiben kann und das spürt man, finde ich. (grinst) Und außerdem finde ich meine Tochter eine gute Partnerin. Wir machen ja auch Lesungen über Flüsse zusammen. Literatur über den Rhein und die Elbe und die Donau. Das sind Lesungen über eineinhalb Stunden – und das geht ganz wunderbar. Das ist ein richtiger Schlagabtausch und wir können gut miteinander.“

Sehen Sie auf der Bühne und vor der Kamera dann Ihre Tochter oder in erster Linie eine Kollegin?

„Ich sehe nicht die Kollegin und nicht die Tochter, sondern ich sehe die Geschichte. Ich denke nicht, oh, ich spreche mit der Tochter, oh, ich spreche mit der Kollegin. Ich denke in der Rolle und sage, das ist halt ihre Tochter und die heißt jetzt, ich glaube, ich habe da einen Kosenamen für sie, ,Schmetterling‘, aber das ist rausgestrichen worden. Aber so ist das, man dreht und dreht und dann wird am Schneidetisch etwas verändert. Darum finde ich das beim Fernsehen mitunter schwierig, weil man das nicht in seiner Verantwortung hat wie auf der Bühne.“

Deswegen reduzieren Sie sich im Fernsehen auch seit Jahren und geben der Theaterbühne den Vorzug – Sie sagen, vier TV-Projekte pro Jahr sind genug?

„Richtig, maximal vier.“

Das ist nach wie vor so oder sind Sie dahin gekommen?

„Das ist nach wie vor so. Wenn man Theater spielt, dann hast man meistens keine Zeit für Fernsehen. Und außerdem kann ich auch nicht behaupten, dass mein Telefon andauernd läutet. (lächelt) Aber es reicht mir völlig, ich finde schon drei Filme im Jahr genug.“

War die Entscheidung für die Bühne schon eine ganz bewusste nach Ihren vier „Tatort“-Filmen als erste Kommissarin im deutschen Fernsehen mit Namen Marianne Buchmüller im Jahr 1978?

„Drei ,Tatort‘-Filme habe ich gemacht und die Entscheidung, aufzuhören, kam, weil ich bemerkt habe, die Lawine läuft und die kann man nicht mehr aufhalten. Ich werde als Frau Buchmüller auf der Straße angesprochen und auch auf der Bühne als Frau Buchmüller gesehen. Und da habe ich einen Riegel vorgeschoben, denn ich wollte nicht als Typ durchs Leben gehen.“

Aber Sie empfinden eine Rolle als Kommissarin im „Tatort“, so, wie viele Schauspieler es heute sagen, nicht als eine Art Ritterschlag in Ihrem Beruf?

„Nein, ich kann mit solchen Sachen wie Bunsenbrenner und Ritterschlag wenig anfangen. Ich habe mich gefreut, dass man mir die Rolle gegeben hat. Ich fand das wichtig als Aufgabe und habe dann gesehen, man kann das nicht durchhalten. Und davor bekam ich Angst und davor wollte ich mich schützen, meinen Beruf auch schützen, denn, wenn man dann andere Rollen spielt, wird man immer damit verglichen. Man sieht, diese drei Filme sind schon prägend genug.“

Sie sind und bleiben eben die erste TV-Kommissarin im „Tatort“.

„Richtig und ich werde immer wieder darauf angesprochen. Ich habe nichts dagegen, nur, wenn man dann nurmehr ,Schimanski‘ ist, dann ist man geprägt. Daran hat Götz George auch schwer arbeiten müssen, dass man ihm die anderen Rollen wieder abnimmt. Ich wollte aber nicht als die Kommissarin geprägt sein.“

Macht Ihnen auch diese Masse Mensch als Publikum etwas Angst?

„Überhaupt nicht. Wenig Publikum macht mir wirklich Angst!“

Ihr Kollege, Martin Lüttge, hat seine Rolle als Kölner „Tatort“-Kommissar seinerzeit abgegeben, weil es ihn beängstigt hat, sich die 12 oder 14 Millionen Menschen leibhaftig vorzustellen, er hat das als vollbesetzte Fußballstadien getan, und dabei wohl locker eine Fläche von München bis ins Ruhrgebiet abdecken können.

(lächelt): „Nein, das ist mir nicht eingefallen, denn man dreht ja eigentlich mit dem Regisseur, dem Kameramann und dem Team, was einem zuschaut. Man spürt überhaupt keine Reaktion, wenn man Fernsehen macht. Dann macht man eine Szene, wenn man Glück hat, drei- oder viermal und Ende. Dabei denke ich gar nichts ans Publikum.“

Sie merken es erst dann, wenn Sie auf der Straße plötzlich als Frau Buchmüller angesprochen werden?

„Sollte das stattfinden, dann weiß ich, aha, da haben einige geguckt, aber ich denke beim Drehen nicht ans Publikum.“

Spielen Sie auf der Bühne anders, wenn Sie wissen, dass Ihr Mann im Publikum sitzt?

„Dann fühle ich mich gut aufgehoben. (schmunzelt) Da fühle ich mich gut, weil ich weiß, der kennt mich in- und auswendig und er weiß genau, bevor ich den Satz ausgesprochen habe, wohin das geht. Mein Mann macht mich nicht nervös.“

Darf er sich in die ersten Reihen setzen oder lieber nicht?

„Mein Mann setzt sich nicht in die ersten zwei oder drei Reihen, weil er klug ist weil er mich kennt. Ich weiß nie, wo mein Mann sitzt, aber ich weiß, wenn er im Zuschauerraum ist. Ich weiß nur, dass er da ist und das ist schön.“ (lächelt)

Im Film „Fünf Tage Vollmond“ müssen Sie eine melancholische Frau spielen, es geht um Sterben und Beisetzung. Wie nahe ist dieses Thema an Ihnen dran? Machen Sie sich Gedanken über den Tod und Ihre Grabstätte – im Film soll die Asche im Meer verstreut werden?

„Für den Film habe ich die Vorlage genommen und versucht, diese Figur so aufrichtig wie möglich zu spielen. Natürlich denke ich persönlich auch manchmal daran, dass es immer näher kommt, und welche Stätte? Das wird ein Riesenproblem, weil ich überhaupt nicht weiß, wohin mit mir, wenn das passiert ist. Ich glaube, ich überlasse das meinen Kindern. Ich finde den Gedanken hübsch, bei einem Baum zu ruhen. Aber die Sache mit dem Danach ist schwierig. Ich weiß nicht, ob man das Verdrängen nennt oder ob es mich wirklich nicht interessiert.“

Aber den Gedanken, dass die Kinder das so machen sollen, wie sie es wollen, finde ich gar nicht schlecht.

„Ja, so weit bin ich im Moment, aber vielleicht ändert sich das auch wieder.“

Könnten Sie sich vorstellen, wie Ihre Figur im Film, auf einer Hallig zu leben? Immerhin wollten Sie schon mal einen Leuchtturm kaufen und waren damit schon nahe am Wasser?

(lächelt): „Leben könnte ich dort nicht, aber ich werde ganz sicher mal wieder hinfahren, denn das ist eine faszinierende Landschaft für mich. Da ist nun wirklich nichts, da ist Minimalismus angesagt. Und das hatte auch in den Drehtagen eine ganz große Faszination, aber leben? Nein.“

Es gibt viele Parallelen bei Ihnen und Ihrer Tochter – Sie waren beide auf einer Klosterschule?

„Ja, meine Tochter war wie ich auf einer Klosterschule, aber wie diese Klosterschulen momentan sind, es sind nicht mehr so viele Nonnen da. Ich war ausschließlich unter Nonnen. Unsere Tochter war in der Sophie-Barat-Schule, und sie war bei einer ganz bekannten Schwester, die später nach Bonn ging, und in ihrer Jugend Kabarett gemacht hat und Lieder mit der Ziehharmonika gespielt hat.“

Ihre Tochter ist mit 15 Jahren nach Wien gegangen, um Schauspielerin zu werden und Sie sind auch früh diesen Weg gegangen.

„Ja, man vererbt seine Unarten leider auch weiter.“ (lächelt)

Konnten Sie mit diesen Unarten als Mutter leicht umgehen oder ist das schwer gefallen?

„Ich habe das nicht als Unart, ich habe es nur als anstrengend empfunden. Ich konnte das nachvollziehen und das hat sie ja auch alles wunderbar gemacht. Ich finde das alles sehr beachtenswert, was unsere Tochter alles auf die Beine gestellt hat, weil sie was wollte.“

Aber Sie konnten loslassen?

„Ich kann als Mutter schwer loslassen, man hat seine Kinder halt so gerne und deshalb ist das Loslassen natürlich schwer – das übe ich jetzt noch.“ (grinst)

Sie haben drei Enkelkinder …

„Ich habe vier Enkelkinder und die sind von unserem Sohn und es werden fünf.“

Ist das auch eine Gemeinsamkeit, dass sich Ihre Tochter mit Nachwuchs noch etwas Zeit lässt?

„Nein, ich bin mit 28 Mutter geworden, da kam unser Sohn und das hat auch nichts mit Zeit lassen zu tun, sondern das ist manchmal auch Glückssache.“

Ich dachte, das hätte berufsbedingt eine Gemeinsamkeit sein können?

„Nein, daran haben mein Mann und ich gar nicht gedacht, sondern wie et kütt, so kütt ett, sagt der Rheinländer.“ (lächelt)

Was macht Ihr Sohn Johannes, als demnächst fünffacher Vater beruflich?

„Unser Sohn hat sich als kreativer Künstler selbstständig gemacht und ist ein unheimlich fleißiger und, ich finde, auch in seiner Art erfolgreicher Mensch. Er stattet Hotels aus und begleitet ein Projekt in der Architektur. Er ist eine Art Designer, Entwerfer, auch Grafiker. Er macht Ausstellungen, er stattet Feste aus. Unser Sohn hat zum Beispiel einen Fußbodenbelag erfunden, bei dem sich die Farben verändern, wenn man einen Fuß darauf setzt. Immer, wenn ich ihn frage, was er eigentlich ist, dann bekomme ich eine Berufsbezeichnung genannt, die ich sofort wieder vergesse, weil sie so kompliziert ist.“ (lächelt)

Der Sohn geht vom Talent her mehr in Richtung Vater und die Tochter …

„Absolut, wir haben das so geteilt, aber jeder bringt seine Persönlichkeit und seinen guten Teil mit.“

Demnächst drehen Sie wieder „Der Kommissar und das Meer“ in Gotland, wo Sie als Mutter von Walter Sittler, der den Kommissar spielt, aber nur im zweiten von zwei Filmen zu sehen sind?

„Ja, es ist das dritte Jahr, indem ich da mitmache.“

In der Rolle sind Sie eine eher unkonventionelle Großmutter, bei der die Enkelkinder auch mal gegen den Willen des Vaters naschen dürfen? Da probieren Sie Rezepte aus, bei denen die anderen die Stirn runzeln?

„Ach nee, leider ist das nicht so deutlich, es wäre schön, wenn ich so viel Charakter in diesen Rollen bekommen hätte, aber vielleicht entsteht das ja noch. Sagen wir es so, ich bin eine originelle Person, aber es könnte origineller sein. Aber es war wunderschön, weil ich dadurch das idyllische Gotland kennen gelernt habe. Das war ein starker Eindruck!“

Machen Sie es als Ehepaar jetzt öfter so, dass Ihr Mann Sie zu Dreharbeiten begleitet, weil Pit Fischer als Bühnenbildner nicht mehr das Bühnenbild für „Wetten dass …?“ macht und zu verantworten hat?

„Ich nehme meinen Mann mit nach Zürich, wo ich Theater spiele und auch sonst, wo es sich lohnt und ich nicht nur für zwei Tage arbeiten muss.“

Wenn es viele Parallelen bei Ihnen und Ihrer Tochter gibt, können Sie sagen, was Sie als Mutter aus Ihrer Kinderstube übernommen haben und was bewusst nicht?

„Erstmal wollte ich als Mutter alles anders machen als meine Eltern. Man ist ja nie mit der eigenen  Erziehung zufrieden. Wen man aber älter wird, dann merkt man im Nachhinein, dass es gar nicht schlecht war, was die Eltern mit einem gemacht haben. Wir haben versucht, uns mit Verstand auf die Kinder einzulassen. Es muss einen Rhythmus am Tag geben. Es muss eine Ordnung geben und es muss auch einen Widerstand geben. Das hilft den Kindern, auch wenn sie im Moment mit einem nicht zufrieden sind. Über Erziehung sprechen, finde ich, sehr schwer und ich will auch keine Ratschläge geben. Mein Mann und ich, wir haben es versucht, auf unsere Weise zu machen und haben sicher Fehler gemacht. Haben aber vielleicht auch einiges gut gemacht, denn wir haben zwei wunderbar gelungene Kinder.“

Haben Sie als Kind auch Grenzen gesetzt bekommen?

„Oh, ja und Grenzen sind wichtig, auch wenn die Kinder das nicht verstehen, aber es ist für sie wichtig Grenzen gezeigt zu bekommen. Und die Augen öffnen! Zeigen, was es alles an Schönheiten auf der Welt gibt. Nicht alles durch klicken und Mattscheibe erfahren. Sondern die große Lust vermitteln, ein Buch aufzuschlagen und den Umschlag zu fühlen und das Papier zu riechen – mein Gott, das ist Kultur und da muss man Anreize geben.“

Gestatten Sie mir die Frage, wie es Ihrem Mann geht, denn es hieß auch, dass er aus gesundheitlichen Gründen mit seiner Arbeit für „Wetten dass …?“ aufgehört hat?

„Es geht meinem Mann heute wieder sehr gut, aber er hat eine schwere Zeit durchgemacht.“

Was steht beruflich an?

„Im Moment kann man mich in Berlin und in Zürich am Theater sehen.“

Was spielen Sie in Berlin?

„Ich spiele in ,Richard III.“‘ am Berliner Ensemble.“

Und in Zürich geben Sie?

„,Major Barbara‘, das ist eine Inszenierung von Peter Zadek am ,Schauspielhaus Zürich‘.“

Die berühmte gute Fee taucht – wie üblich – unverhofft auf und Nicole Heesters hat spontan drei Wünsche frei?

„Gesund sein, und als zweites: gesund bleiben, und als drittes: nicht abhängig werden und schauen, dass man das Leben weiter genießt – und das kann man alles, wenn man gesund ist.“ (lächelt)

Haben oder hatten Sie persönlich bei der Arbeit auf der Bühne oder vor der Kamera einen Talisman?

„Nein, ich bin wirklich total anti-abergläubisch! Aber ich bin es schon öfter als Frau in einem Film gewesen, und es ist mein Beruf, dass man sich Menschen ausdenkt und sie spielt.“

Sie selber besitzen aber keinen Gegenstand, der Ihnen in bestimmten Situationen eine Form von Sicherheit vermitteln soll? 

„Nein, wenn ich unterwegs bin, dann nehme ich nicht einmal Fotos von meinen Lieben mit, sondern ich trage sie alle im Herzen und im Kopf. Eine Eigenart habe ich allerdings, die habe ich mir schon seit meiner Kindheit angewöhnt.“

Und welche ist das?

„Ich bin immer sehr glücklich, wenn mich die 44 begleitet. Ich habe diese eine Zahl, auf die ich fixiert bin, und wenn ich am Tag irgendwo, sei es an einer Haustür, auf einem Autonummernschild oder auf einer Rechnung diese Zahl erblicke, dann denke ich: Das wird ein guter Tag.“ (lächelt)

©Wolfgang Wittenburg - Jede Art der Infoauswertung ist honorarpflichtig (06/2009)

Textfeld: (V. i. S. d. P.)  Sylvia Knelles
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