Jessica Schwarz Interview

zu: „Romy“, 11. November, 20.15 Uhr, ARD

Riesenchance für die junge Schauspielerin, sie verkörpert für einen Film über Romy Schneiders Leben die Filmlegende, aber im Interview ergeben sich einige Gemeinsamkeiten, was Jessica Schwarz erschrecken lässt …

Jessica Schwarz

„Glücksmomente finden mitunter ganz für mich allein im Bett statt!“

Es ist das erste biografische Film-Porträt seit 27 Jahren über die sagenhafte Schauspiel-Legende Romy Schneider, die am 23. September 1938 in Wien geboren wurde und mit nur 43 Jahren, am 29. Mai 1982, in Paris zu Tode kam. Rund 5,8 Millionen Euro Budget haben Sender und Produzenten in die deutsch-österreichische Co-Produktion „Romy“ (Sendung: 11. November, 20.15 Uhr, ARD) investiert. Zwei Jahre haben die Verantwortlichen um dieses Filmdrama gerungen, 180 Seiten umfasst das Drehbuch, von dem es zehn verschiedene Fassungen gegeben hat und in 40 Drehtagen ist der 110-Minuten-Film „Romy“ entstanden. Die Hauptrolle ist zweifellos eine Riesenchance für die 32-jährige Jungschauspielerin Jessica Schwarz! Die im beschaulichen Odenwald geborene Wahl-Berlinerin verkörpert die zerbrechlich wirkende Filmdiva Romy Schneider mit großer Authentizität und konnte damit unvergesslich werden. Im ebenso offenen wie seltenen Interview redet die Single-Frau Jessica Schwarz über die Dreharbeiten, outet sich als großen „Sissi“-Fan – es ergeben sich aber auch einige Gemeinsamkeiten im Lebenswandel der beiden Schauspielerinnen …

Da wir uns in der Raucher-Lounge eines Hamburger Luxushotels zum Interview treffen, war das Rauchen für Sie nicht das größte Problem an der Darstellung der internationalen Film-Legende Romy Schneider?

„Nein, das Rauchen war nicht wirklich das größte Problem, obwohl es auch Drehtage gab, an denen mir Zigaretten wirklich zu den Ohren raushingen, denn als irgendwann Steffi, unsere Innen-Requisiteurin kam und meinte, dass wir gerade Schachtel sieben angefangen haben und wir waren erst bei vier Uhr nachmittags – da wurde mir schon bewusst, wie heftig das war und dass ich vielleicht irgendwann aufhören sollte. Aber natürlich habe ich das bisher noch nicht gemacht, sehr zum Leidwesen meines Vaters.“ (lächelt)

Sie sind sowohl von Regie-, als auch von Produktions- und Senderseite die Wunschbesetzung als Schauspielerin, die im ersten TV-Film nach 27 Jahren das Leben der Filmdiva Romy Schneider für den Film „Romy“ (Sendung: 11. November, 20.15 Uhr, ARD) verkörpert – waren Sie überrascht oder fühlen Sie sich geschmeichelt?

„Ich muss dazu sagen, dass es drei Romy-Filmprojekte in der Planung gab und ich alle drei Bücher gelesen habe. Bei dem einen habe ich mich intuitiv entschieden, nicht zum Casting zu fahren, obwohl ich vorbereitet war. Bei dem anderen gab es einfach Finanzierungsschwierigkeiten, aber bereits einen Masken-Test.“

Aller guten Dinge sind – wie so oft – drei.

„Als der Regisseur Torsten C. Fischer kam, da war ich so glücklich, weil uns seit dem Film ,Der Liebeswunsch' auch etwas mit Romy Schneider verbindet. Deswegen glaubte ich dann auch nicht mehr an den Zufall, sondern ich dachte, drei mal ist man an mich heran getreten und das jetzt auch noch mit Wunschbesetzung und einem Regisseur, einen tolleren konnte ich mir dafür nicht wünschen. Ich dachte auch, dass es gut ist, wenn der Regisseur ein Mann ist, wenn man Romy Schneiders Leben verfilmt. Zudem war das Buch so, dass man gesagt hat, wir dürfen auch noch Ideen mit einbringen und wir konnten richtig mitarbeiten. Das waren die besten Voraussetzungen, was das Umfeld anging.“

Waren Sie persönlich überrascht oder fühlten Sie sich geschmeichelt?

„Als ich davon das allererste Mal hörte, da war es eine wirklich große Überraschung, weil ich nicht, aber auch gar nicht damit gerechnet hatte. Für mich stand die Besetzung eigentlich immer fest, wie für viele andere auch, und ich habe mich sehr geehrt gefühlt.“

Haben Sie die Anforderungen, als Sie wussten, dass Sie diejenige sind, die gewollt wird, auch als großen Druck empfunden?

„Sicher ist es nicht einfach, so einen Mythos zu spielen, und Torsten und ich saßen auch oft zusammen im Büro und wir haben im Vorfeld so unglaublich viel miteinander gesprochen, wo uns beiden zwischendurch dann regelrecht die Luft ausging und wir gesagt haben: Nicht, wir machen das nicht, denn das ist ein Wahnsinn! Wir können bei der ganzen Geschichte einfach nur verlieren! Natürlich war der Druck immens, auch was das ganze Umfeld angeht, auch Freunde, die mich ansprachen und Kollegen, die es mitbekommen hatten und gewarnt haben. Aber man selber als Schauspielerin sagt auch, ich kann einfach bei so einer Möglichkeit nicht Nein sagen – und ich bin zu gut zum Mutig-sein erzogen worden. Ich konnte nicht zurück und ich wollte irgendwann auch nicht mehr zurück. Ich habe mich dann auf die Arbeit nur noch gefreut, mit allem, was kommt, auch mit dem Druck und mit der Angst, mit all dieser Zerrissenheit, die aber für einen Schauspieler auch wichtig sind.“

Romy Schneider hatte zum Teil sehr unter dem Druck der Öffentlichkeit zu leiden. Könnte das mit zunehmender Popularität auch für Sie problematisch werden?

„Ich merke schon, dass sich seit „Die Buddenbrooks“ etwas getan hat und auch dadurch, dass ich die Romy Schneider spiele. Komischerweise aber weiß ich nicht, ob ich privat einfach noch mal anders aussehe, denn ich werde in Deutschland wirklich in Ruhe gelassen. Das ist einfach so. Ich habe nicht die Paparazzos, die mir ständig hinterher rennen und auflauern und das Leben schwer machen. Vielleicht habe ich mal etwas Getuschel im Hintergrund – auch mal in Situationen, in denen ich es nicht haben möchte. Freunden fällt das mehr auf als mir, die dann schon mal kommen und sagen: „Langsam wird es aber anstrengend mit dir auszugehen.'“

Aber Sie können mit Ihrer Popularität gut umgehen?

„Es ist schwieriger, Menschen kennen zu lernen, weil man einfach nie genau weiß, was ist denn nun der Grund dahinter, dass die dich kennen lernen wollen? Vielleicht wird man da etwas vorsichtiger und skeptischer, obwohl ich das nicht werden möchte, weil ich diese Form von Vorurteilen nicht mag. Ich hoffe aber sehr, dass die Popularität bei mir nicht zu so einem schlimmen Druck wie bei Romy Schneider wird.“

Sie haben sich die Pressevorführung nicht angesehen – warum nicht? Ist es, weil der Film Sie so mitnimmt oder weil Sie das generell nicht mögen?

„Ich war mir am Abend zuvor und auch am Morgen des Tages vollkommen klar darüber, dass ich mir den Film mit den Journalisten zusammen ansehen werde. Dann aber ging das los und ich bin einfach aufgestanden und rausgegangen. Auf einmal war mir komplett klar, dass ich mir den Film jetzt nicht anschauen werde. Das erste Mal, als ich den Film mit Torsten im Büro gesehen habe, merkte ich, das war alles noch so nah dran an mir und so greifbar – und es hat so Weh getan. Aus dem Nichts kam ein unglaubliches, ganz langes und intensives Weinen, wie ich es schon lange nicht mehr hatte. Ich weiß welche Kraft in dieser Arbeit steckt und dann kamen die Gefühle alle noch mal wieder hoch in mir. Beim zweiten Mal habe ich gemerkt, ich kann gerade überhaupt nicht mit den ganzen Leuten umgehen, die um mich herum sind und das gerade sehen … Ich dachte aber auch, es ist nicht wirklich sinnvoll für die anschließenden Interviews, wenn ich mir das mit den Journalisten anschaue – und dann vielleicht auch bei jedem weiteren Sehen Dinge entdeckte, die nicht ganz so toll sind, wo ich beim ersten Sehen noch die Drehzeit-Kraft in mir gespürt habe. Diese Kraft geht immer mehr weg, umso häufiger ich den Film schaue. Und dann steht nur noch der Film da, während ich aber lieber diese Kraft während der Drehzeit in Erinnerung behalten möchte.“

Als Sie zuletzt „Die Buddenbrooks“ gespielt haben, war das für Sie eine Zeit der Selbstzweifel – und es war auch die Zeit, in der Sie „Romy“ vorbereitet und gespielt haben. Haben Sie mittlerweile das Gefühl, durch diese zwei Projekte noch mal gereift zu sein, denn damals haben Sie gesagt, dass Sie überlegen, zur Physiotherapeutin umzuschulen …

(lacht laut): „Sehr schön! Das habe ich gesagt? Oh, meine Güte! Tatsächlich ist jede Rolle für mich eine neue, große Herausforderung und ich habe auch Anfang dieses Jahres einen Film in Argentinien gedreht, der auch eine Herausforderung gewesen ist, wenn auch in eine ganz andere Richtung. Da geht es um eine Lebenslüge, die auf einmal aufgedeckt wird. Ich habe aber schon das Gefühl, dass ,Die Buddenbrooks' und auch ,Romy' zwei wahnsinnig große Filme sind, die auch eine Großzahl von Menschen interessiert. Deshalb habe ich auf einmal gemerkt, ich muss jetzt etwas machen, was ganz weit weg davon ist! Nicht die Filme machen mich, sondern ich mache jetzt mal wieder einen Film – ohne diesen ganzen Rummel, ohne diese ganze Aufmerksamkeit. Ich wollte einfach mal wieder an einem kleinen Projekt arbeiten, merkte aber schon, dass mir diese Filme natürlich dabei geholfen haben. Es hat mir sehr gut getan, zu merken, ich kann plötzlich ganz anders an Filmen mitarbeiten, weil Torsten mir auch immer die Möglichkeit gegeben hat, so stark in dieser ganzen Teamarbeit involviert zu sein.“

Inwiefern?

„Es waren viele Gespräche, auch was die Dialoge anging oder das man darüber gesprochen hat, wie man Szenen angeht. Ich merkte, ich kann das ganz gut verwenden und bin dadurch, glaube ich, schon ein bisschen reifer geworden. (grinst) Aber natürlich stößt man bei anderen Filmen dann doch wieder an seine Grenzen. Ich habe das Gefühl, ich bin etwas selbstbewusster geworden, zu sagen, hier stimmt etwas nicht und es harmonisiert nicht, was wir gerade spielen. Wie müssen das noch mal anders proben oder noch mal alles anders angehen - das sage ich inzwischen. Das sind Sachen, die ich mich vor ein oder zwei Jahren noch nicht getraut habe.“

Was meinen Sie, haben Sie die größeren Glücksmomente im Privatleben oder im Beruf und was tun Sie, damit die nicht nur im beruflichen Bereich  stattfinden – wie es bei Romy Schneider gewesen ist?

„Ich versuche, es wirklich in der Waage zu halten, ich versuche, mir auch meine privaten Glücksmomente zu schaffen … (lächelt) Das Gute ist ja, dass ich mein Privatleben mit dem Hotel „Die Träumerei“ jetzt auch etwas zum Beruf gemacht habe …“ (lacht laut)

Aber da scheint doch der berufliche Bereich zu überwiegen?

„Okay, ich muss sagen, das Berufsleben überwieg tatsächlich, ich habe aber zuletzt auch einen Film abgesagt und ein Casting nicht zugesagt, weil ich merke, dass ich zu sehr auf Disposition von anderen Menschen arbeite und mein Leben ist gerade schon wieder so durchgeplant. Eigentlich sah mein Plan für dieses Jahr ganz anders aus und das ging eher in die private Richtung, aber das ist nicht aufgegangen – und deswegen habe ich mich wieder dem Beruf so verschrieben. Ich merke aber, dass Gleichgewicht stimmt jetzt auch nicht – und deswegen ist das Ende des Jahres jetzt wieder sehr viel privat. Und dann schaue ich mal, was ich daraus mache und ob ich dann glücklicher bin. (schmunzelt) Manchmal ist es aber schon so, wenn man viel arbeitet, dass man, wenn man so einen Tag frei hat, denkt, ich bin gerade unfähig, mich in irgendeine Richtung zu bewegen, weil ich gerade nicht weiß, wo ich mein Glück finden kann. Glücksmomente finden mitunter aber auch ganz alleine für mich im Bett statt.“

Das heißt, Sie sind nach wie vor Single?

„Ja, ich bin Single und es ist okay für mich.“

Können Sie beschreiben, wie Sie sich aus dem Berg an Material über Romy Schneider das herausgesucht haben, was für Sie zur Darstellung der Schauspielerin wichtig war? Wie haben Sie sich so einer Frau genährt?

„Über unglaubliche viele Gespräche mit dem Regisseur, mit meinem Schauspiel-Coach, mit Freunden und mit ganz viel Material zum Lesen. Meine ganze Wohnung war voll, überall lag Romy rum. Meine Wohnung ist auch nicht so groß und ich musste immer aufpassen, dass ich nicht auf sie trete. (grinst) Ich habe viele Dokumentationen gesehen, alles, was es gibt. Vielleicht waren es ein oder zwei Filme, die mir da durch die Finger gegangen sind. Es gab aber auch einen Zeitpunkt, wo ich mal gar nichts mehr sehen wollte, auch nicht mehr mit Freunden darüber sprechen wollte, mit niemandem, außer mit dem Regisseur Torsten C. Fischer sprechen konnte, weil ich einfach gemerkt habe, Romy ist gerade so da und jedem, mit dem ich zu sprechen anfange, muss ich das erklären und dadurch geht der Zauber verloren, dadurch verrate ich sie irgendwie. Ich merkte, indem ich jedes Wort ausspreche, geht sie so weg von mir. Das ist wie mit Ideen, die man selber hat und die nicht besser werden, wenn man darüber ständig spricht und dann werden diese nicht mehr zu Ende geführt, weil man das Gefühl hat, die Idee ist ja schon uralt.“

Das ist eine kleine Gefahr?

„Absolut und da kenne ich mich dann gut genug, so dass ich merke, nein, ich muss, das, was ich aufgebaut habe und die Suche nach ihr jetzt schützen und für mich behalten.“

Was haben Sie gelesen?

„Ich habe ganz viele Biografien Zuhause, aber mich ganz stark an Romys Tagebuch orientiert. Das war für mich ein Dokument, durch das sie nahe war, weil sie es selbst von klein auf geschrieben hat. Man erkennt relativ schnell, aus dem Internat raus, den Duktus hin bis zu: ,Ich habe angefangen zu drehen', also wie sich innerhalb von Jahren diese Schriftform verändert. Sie nimmt Dinge am Set auf, wo auf einmal um sie herum alles viel erwachsener ist. Und wie sie das alles förmlich aufsaugt und wieder gibt. Daraus habe ich für mich und mein Spiel viel gelernt.“

Sie waren fünf Jahre alt, als Romy Schneider verstorben ist – hätten Sie  gern mehr zur Vorbereitung gehabt? Gab es etwas, das nicht ging wie zum Beispiel der Kontakt zur Familie Biasini oder hätten Sie gern die Grabstätte besucht, um vielleicht so etwas wie eine spirituelle Nähe zu finden?

„Ich hätte mein Französisch gern noch besser im Griff gehabt. (lächelt) Ich habe zum Glück kurz vorm Drehen Zeitzeugen sprechen können und da war kurz vorher die Überlegung, nicht hinzugehen aus Angst, jemandem zu begegnen , der Romy kannte und vielleicht ein Urteil über mich fällen könnte, mit dem ich nicht mehr in den Dreh reingehen kann, weil ich dadurch ganz klar geschwächt werde.“

Aber das war nicht so?

„Nein, der Regisseur hat mich von diesem Treffen überzeugt und es war schließlich ein ganz toller Tag, den wir dann auch noch an einem Abend während der Dreharbeiten fortsetzen konnten - und das hat mir eine unglaubliche Kraft gegeben.“

Welchen Zeitzeugen haben Sie getroffen?

„Das sage ich nicht. Natürlich hätte mich eine Sara Biasini unglaublich interessiert, weil wir im gleichen Alter sind, und weil auch mal die Idee da war, dass sie Romy vielleicht mal spielen sollte, aber ich glaube, mir hat diese eine Person alles gegeben, mehr war in dem Moment nicht nötig. Und dann hat man natürlich die Originalschauplätze. Ich bin trotzdem, auch als ich da nicht gedreht habe, mit zum Internat gefahren und bin durch die Räume gegangen und habe mit der Schwester gesprochen, die mit ihr in  der gleichen Klasse war. Es war ein starkes Gefühl, in Mariengrund in Romys Zimmer zu sitzen und irgendwie das zu atmen, was sie geatmet hat, und zu sehen, was sie gesehen hat. Das sind schon besondere Momente,. Ansonsten habe ich das Gefühl, ich habe viel, für diese Arbeit getan und ich wüsste nicht, was ich hätte noch mehr tun können.“

Viele Schauspieler schauen sich die Filme nicht an, wenn sie eine Legende spielen müssen, aber das war bei Ihnen anders?

„Ich habe alle geschaut und mein Lieblingsfilm ist ,Nachtblende'.“

Haben Sie selbst beim Heranwachsen schon mal zu hören bekommen, dass Sie der Romy Schneider ähnlich sehen?

„Ja, das kam tatsächlich während meiner Zeit als Model vor. Deswegen wurde ich ja zu dem ,Sissi‘-Fan, der ich als kleines Mädchen war, weil ich unbedingt Prinzessin sein wollte und Mädchen in Uniform schick fand, wurde ich durch diese Form der Vergleiche natürlich an Romy heran geführt und habe dann auch angefangen, ihre Filme zu schauen. Viel Fernsehen durften meine Schwester und ich als Kinder nicht, aber „Sissi“' durften wir sehen und ich fand das ganz großartig.“ (strahlt)

Was meinen Sie, werden Sie es schaffen, den Film „Romy“ am 11. November zur besten Sendezeit im Ersten bei seiner Ausstrahlung zu sehen, wenn Sie kurz der Pressevorführung gekniffen haben?

„Ich weiß es nicht, das wird genauso sein wie jetzt, dass ich mich spontan entscheide. Vielleicht werden mich ein paar Freunde zwingen, dem ganzen beizuwohnen oder vielleicht schaue ich mir den Film mit meiner Familie an, Menschen, die mir nahe sind. Einer Freundin hat den Film schon gesehen und sie hat mir eine ganz entzückende SMS danach geschrieben, weil sie erstmal gar nichts sagen konnte. Dann kam zwei Tage später der Satz: Es geht ihr irgendwie nicht aus dem Kopf und wenn es mir in irgendeiner Form mal schlecht gehen sollte, ich kann wirklich mit allem an sie heran treten und ich soll alles sagen. Sie meinte, vielleicht ist das Geniale auch das Verrückte, was bei ihr zu der Reaktion führte, zu schreiben: Ich bin immer für dich da.“

Können Sie mit Kritik aus dem ganz privaten Kreis der Familie gut umgehen oder ist die umso schmerzhafter?

„Nein, ich kann mit so einer Kritik super umgehen, denn dann kann man diskutieren – und das finde ich großartig. Ich diskutiere wahnsinnig gerne. Ich bin auch super im rechtfertigen und so. (lacht) Das ist doch gut, dann gibt es Zündstoff und Material und so etwas finde ich nicht verkehrt.“

Wie ist das mit Kritik von außen?

„Ach, ich muss sagen, ich habe ja ein Ego und ich habe lange an etwas gearbeitet, und wenn das dann von allen als schlecht empfunden wird, dann stimmt mich das traurig und dann bin ich enttäuscht. Ich frage mich, habe ich das alles so falsch gesehen? Lag ich mit meiner Meinung so falsch? Und wo war ich denn da? Obwohl ich das auch mit dem Regisseur Torsten C. Fischer nur einmal beim „Liebeswunsch“ hatte, dass die Meinungen sehr geteilt waren. Kritik von außen geht natürlich etwas an die Substanz, was aber auch vollkommen in Ordnung ist, denn das gehört auch dazu. Gerade bei ,Romy' denke ich aber, diese Kraft, die ich empfunden habe, als ich den Film das erste Mal gesehen habe, und diese Erfüllung, die für mich nach den Dreharbeiten stattgefunden hat, ist schon beeindruckend. Gleichzeitig war auch die Frage, was soll denn jetzt noch kommen? All das kann mir keiner mehr nehmen und dafür bin ich dankbar, um diese Energie, die dieses ganze Team als Hommage an Frau Schneider ihr in jeder Stunde, in jeder Minute und in jeder Sekunde gewidmet haben.“

©Wolfgang Wittenburg - Alle Infoauswertung honorarpflichtig (11/2009)

Textfeld: Mysterious Women Magazin
Textfeld:
Textfeld: Textfeld: Textfeld: Textfeld: Textfeld: Bitte wählen Sie einen Unterstützerbetrag für das Filmprojekt: www.blues-in-rose.de

Mysterious Women Magazin

Interviews:
Iris Berben
Sandra Maischberger
Anne Koark
Dieter Wedel

Robert Atzorn
Desireé Nosbusch
Katerina Jacob

Elmar Wepper

 

Gemischtes

St. Pauli 100 Jahre

Drehstart für…

Clara - der Film

Fotostrecke Hamburg

Rückblick

Die verfluchte Mitte

Lieblinks

Leben in der Unterschicht

New York
Im Netz der Sektenspinne

 

law & order

Copyright

Impressum

Women only
Termine in Hamburg
CSD Termine
Links für Lesben
Clara - Blues in rosé

ARCHIV:
Afrika pur & Angel

Ann-Kathrin Kramer

Anne Koark

Armin Rohde

Christian Wolff

Desireé Nosbusch

Dieter Pfaff

Dieter Thomas Heck

Dieter Wedel

Elmar Wepper

Erol Sander

Fotostrecke Buchmesse

Heiner Lauterbach

Jessica Schwarz

Joachim Fuchsberger

Jörg Pilawa

Jutta Speidel

Katerina Jacob

Mareike Carriére

Nicole Heesters

Peter Sattmann

Robert Atzorn

Samuel Finzi

Sandra Maischberger

Thomas Gottschalk

Ulrike Folkerts