Jörg Pilawa

 zu: „Pilawas Welt von morgen – wie wir das Klima retten können“ 7. Dezember, 21.45 Uhr, ARD

und: „Star-Quiz mit Jörg Pilawa“, 10. Dezember, 20.15 Uhr, ARD

Bevor „die Geheimwaffe der ARD-Unterhaltung“ im nächsten Jahr zum ZDF wechselt, nutzt Jörg Pilawa nach neun Jahren seine erste Chance als Mit-Gestalter einer TV-Dokumentation – erklärt im Interview, warum er die ARD-Unterhaltung durch seinen Weggang zum ZDF nicht in Gefahr sieht

Jörg Pilawa

„Ich bin seit 20 Jahren fast täglich On Air!“

Beide haben früher mal eine vormittägliche Talkshow bei SAT.1 moderiert, was eigentlich nicht gerade salonfähig für die Abendunterhaltung macht. Beide sind dann zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen gewandert und jeweils bei ARD und ZDF zum Gesicht des Senders und zu einer festen Marke in deren Programm geworden. Beide sind 44 Jahre alt und scheinen derzeit eine Art medialer Midlife-Crisis zu erleben. Aber obwohl man Jörg Pilawa und Johannes B. Kerner immer viele Parallelen nachgesagt hat, beide Moderatoren würden von der gleichen Stange kommen, keiner hätte Ecken und Kanten, haben sich seit Sommer doch plötzlich grobe Unterschiede in der Persönlichkeit der immer smarten und stets lächelnden TV-Gestalten abgezeichnet: Während Johannes B. Kerner zu seinem früheren Arbeitgeber SAT. 1 zurück wechselt, geht Jörg Pilawa nach neun Jahren als vielbetitelte „Geheimwaffe der ARD-Unterhaltung“ zum Mainzer ZDF. Zuvor aber nutzt blonde Hamburger und Vater von drei Kindern schnell noch die erstmalige Chance als Mitgestalter einer TV-Dokumentation. Im offenen Interview zu „Pilawas Welt von morgen – Wie wir das Klima retten können“ (Sendung: 7. Dezember, 21.45 Uhr, ARD) redet Jörg Pilawa über Elektromobilität, Dardesheim im Ostharz, Grundoptimismus und er erklärt, was sich für den Moderator und Produzenten durch den Senderwechsel verändert:

Der besorgte Familienvater und der engagierte Bürger Jörg Pilawa hat sich für die Dokumentation „Pilawas Welt von morgen – Wie wir das Klima retten können“ (7. Dezember, 21.45 Uhr, ARD) mit dem Klimawandel beschäftigt – können Sie sagen, wer da überwogen hat oder war es eine Balance?

„Seitdem ich Familienvater bin, bin ich natürlich auch als Bürger engagierter. Wenn du drei eigene Kinder hast, machst Du Dir über die Zukunft ganz andere Gedanken. Der Klimawandel wird in meinem Leben noch ,beherrschbar‘ sein. Für meine Kinder und eventuell Enkel sieht es da schon anders aus. Schon jetzt werden viele Worst-Case-Szenarien von der Wirklichkeit übertroffen. Deshalb wollen wir mit dieser Doku drei Dinge: Erstens: Die neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen zum Klimawandel verständlich zusammentragen; zweitens: zeigen, dass jeder etwas tun kann, um die globale Erwärmung zu verlangsamen; drittens: zeigen, dass Investitionen in den Klimaschutz ökonomisch sinnvoll sind.“

Wenn man Ihren Film abschaut, dann macht es den Anschein, dass jede Möglichkeit da ist, nur leider nicht genutzt wird – ist das die erschreckende Erkenntnis, die Sie gewonnen haben?

„Das ist sicherlich eine erschreckende Erkenntnis. Es wird doch deutlich, dass wir immer gehofft haben, die Politik wird schon eine Lösung finden. Wenn wir es realistisch betrachten, dann gibt es mit dem Auslaufen der Vereinbarung von Kyoto keine global wirksame Strategie zur nachhaltigen Begrenzung der Emission von Treibhausgasen. Ich glaube auch nicht, dass auf der Konferenz in Kopenhagen wirksame Vereinbarungen unterzeichnet werden. Dennoch dürfen wir nicht resignieren, dann könnten wir uns gleich den Klimastrick um den Hals legen. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen und uns eingestehen, jeder von uns hat viel zu wenig getan, obwohl es genügend Möglichkeiten gibt. Der Schlüssel zu einer lebenswerten Zukunft liegt bei uns Verbrauchern. In diesem Film zeigen wir, was jeder Einzelne konkret tun kann. Ob es die Altbausanierung ist, die Nutzung regenerativer Energie oder ein Umdenken bei der Mobilität. Gerade bei der Fortbewegung wird sich in den kommenden 10 bis 15 Jahren Revolutionäres tun.“

In welche Richtung?

„Wir haben uns zum Beispiel in Berlin Elektromobilität angesehen. Ich bin dort mit einem Elektro-Mini gefahren und habe beim Fahren absolut keine Unterschiede mehr gespürt. Ich geißele mich also nicht mehr, wenn ich etwas für den Klimaschutz tue, sondern nutze modernste Technologie. Wir haben uns auch eine Ortschaft im Ostharz angesehen, Dardesheim, hier hat schon 1994 der gesamte Ort gesagt: Wir tun gemeinsam etwas für den Klimaschutz! Die Leute haben angefangen, Windräder aufzustellen, sie nutzen Photovoltaik, sprich die Umwandlung von Sonnenenergie sowie Biomasse. Und das tolle für die Harzer Stromrebellen: Der Wind und die Sonne schicken keine Rechnungen. Im Gegenteil: diese kleine Ortschaft produziert das 40fache ihres Bedarfes an Energie, speist es ins Netz ein und Geld fließt in die Ortskasse.“

Wie viele Menschen leben dort?

„Das ist eine Kleinstadt mit etwa 870 Einwohnern, aber die sind total autark. Und dieses Beispiel hat mittlerweile eine starke Sogwirkung über den Harz hinaus entwickelt: Als wir zum Drehen dort waren, recherchierte zeitgleich eine französische Journalistin, vorher hat ein Team aus Südkorea dort gedreht und auch ein russischer TV-Sender. Dardesheim ist für mich ein Beispiel, das wirklich Mut machen kann!“

Was ist das Fazit? Soll es mehr Dardesheimer bundesweit geben oder sollten klimafreundliche Autos steuerlich subventioniert werden, damit der Erdgas-Mini genauso teuer ist wie der herkömmliche?

„Dardesheim geht überall. Selbst Großstädte wie München wollen in Zukunft ausschließlich erneuerbare Energie nutzen. Ich glaube fest daran, wir können unseren Wohlstand wahren, brauchen dafür aber ökologische Intelligenz. Auch finanzielle Anreize machen dabei durchaus Sinn – perspektivisch muss es aber eine Bewusstseinsänderung bei den Menschen geben! Es kann nicht sein, dass wir als Bürger immer nur sagen, das ist ein rein politisches Problem und die Politik wird das schon regeln. Wir alle müssen unser  Handeln und Tun hinterfragen.“

Machen Sie das bereits?

„Ich bin immer ein bekennender Auto-Fan gewesen und ich habe schon darauf geguckt, dass ein Wagen schön schnell sein kann. Aber im Zuge dieser Dokumentation habe ich mich nun entschieden – und das ist mir ohne Frage nicht leicht gefallen – einen Hybrid-Wagen zu fahren. Plötzlich habe ich Spaß daran, beim Fahren zu sehen, dass ich es geschafft habe, über 100 Kilometer mit weniger als vier Litern Benzin auszukommen. Selbst meine Kinder gucken mittlerweile auf die Anzeige im Display und sagen: Papa, wenn du jetzt ein bisschen langsamer fährst, dann sind wir wieder unter vier Litern!“ (lächelt) 

Wollen Sie diesbezüglich gerne Vorreiter sein?

„Ein Pionier kann ich nicht sein. Weltweit setzen sich Personen des öffentlichen Lebens für den Umweltschutz ein. Kritiker werfen ihnen auch vor, nur auf dem grünen publicity Ticket zu fahren. Damit kann ich gut Leben, wenn wir es mit diesem Film schaffen, einige Menschen zu sensibilisieren, und der Zuschauer realisiert, der Schlüssel zu einer lebenswerten Zukunft liegt bei uns Verbrauchern.“

Glauben Sie, dass Sie mit so einer Reportage auch politisch etwas bewegen können – wollen Sie auch diese Zuschauer-Ebene wieder anstoßen?

„Das muss ich glauben, das motiviert mich. Am 7. Dezember ist unser Sendetermin – und das ist genau die Woche des Klimagipfels in Kopenhagen. Die Politik und auch wir müssen verstehen, die knappsten Ressourcen sind nicht die fossilen Brennstoffe, sondern es ist die Zeit, die uns noch bleibt, um den Klima-GAU zu verhindern.“

Wie sind Sie als Unterhaltungs-Mensch zum Dokumentar-Filmer im Fernsehbereich geworden – ist „Pilawas Welt von morgen – Wie wir das Klima retten können“ Ihre erste TV-Dokumentation?

„Ja, es war das erste Mal. Es hat mir Spaß gemacht und ich bin durchaus auf den Geschmack gekommen … Ich habe einen Anruf vom NDR bekommen, ob ich so etwas machen würde, und das war eine schöne Abwechslung zum Alltagsgeschäft eines Unterhalters.“

Da bietet sich die Frage an, ob es so etwas denn in Ihrer TV-Zukunft beim ZDF auch geben kann?

„Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust. Die eine Seele ist die des Unterhalters. Das mache ich nun seit Jahrzehnten und so kennen mich die Zuschauer. Also werde ich jetzt nicht herkommen und sagen, nun werde ich Dokumentarfilmer. Die zweite Seele ist die des Produzenten. Und als Produzent könnte ich mir schon vorstellen, weitere Dokumentationen zu produzieren – und ob das dann bei arte, 3sat, ARD, ZDF oder wo auch immer läuft, ist mir dann als Produzent völlig gleich.“

Kann es passieren, sei es in der Unterhaltung oder im Reportagebereich, dass der Moderator und Journalist Jörg Pilawa mal dem Produzenten Pilawa im Wege steht oder hat die eigene Produktionsfirma nur Vorteile?

„Sicher hat das auch Nachteile. Ich muss als Produzent natürlich ganz anders an die Kosten denken. Aber ich glaube zum Beispiel, dass das Thema Klimaschutz auch im Unterhaltungsbereich ein Zuhause finden kann. Es gibt schon internationale Shows, die das Thema aufgegriffen haben. Da geht es zum Beispiel um die Erhebung des eigenen Footprints, also den ökologischen Fußabdruck, um zu gucken, wer verbraucht eigentlich was und wo stehe ich eigentlich mit meiner eigenen Umweltbilanz – das kann sehr unterhaltend sein. Und man weiß ja, eine gute Unterhaltungssendung ist oftmals aufklärerischer als die beste Dokumentation, deshalb sind die Schnittmengen auf jeden Fall ein Thema.“

Können Sie sagen, welche Arbeit anstrengender ist? Bei „Das Quiz mit Jörg Pilawa“ zeichnen Sie am Block, zwei bis drei Shows am Tag, auf und für die Dokumentation reisen Sie in den Harz, nach Berlin, nach Borkum …

„Ich habe bei der Recherche keine Anstrengung empfunden, weil mir eine wunderbare Vorlage gegeben wurde.  Autor Dethlev Cordts, der den Film dreht, beschäftigt sich seit 20 Jahren mit dem Klimawandel und hat eine ganz wunderbare Vorarbeit geleistet. Ich habe die Arbeit als eine Bereicherung empfunden, weil ich mich fortbilden konnte, mir Dinge anschauen konnte, die ich hochspannend finde.“

Wie ist das vom Zeitmanagement her? Jörg Pilawa ist ein Unterhalter, der gerne so zeitig wieder daheim ist, dass er seine Kinder persönlich ins Bett bringen kann – war das auch von Borkum aus zu schaffen?

(lächelt): „Ich sage ganz ehrlich, vom Zeitmanagement war das sicherlich die arbeitsintensivstes Produktion dieses Jahres für mich. Unterm Strich werde ich dafür mindestens drei Wochen gut beschäftigt gewesen sein. Dies war für mich aber auch die schönste Produktion des Jahres!“

Fühlen Sie sich als Dokumentar-Journalist so wohl wie auf der Showbühne oder gibt es in der Unterhaltung eher eine Form von Sicherheit für Sie?

„Selbstverständlich, ich habe rund 4.500 Shows in meinem Leben gemacht. Da habe ich natürlich eine Sicherheit. In der Dokumentation trete ich nicht als Experte auf, sondern versuche, genau die Fragen zu stellen, die möglicherweise jetzt Oma Kadubke auf dem Sofa auch stellen würde.“

Interviewen Sie die Bundeskanzlerin Merkel für eine Dokumentation anders als in einer Unterhaltungsshow?

„Ich glaube, ich kann Frau Merkel ganz anders interviewen. Die Bundeskanzlerin wird von mir nicht die Fragen eines politischen Journalisten erwarten. Ich habe aber noch die Bilder aus dem Jahre 2007 vor Augen, als Frau Merkel gemeinsam mit Umweltminister Sigmar Gabriel ins ewige Eis reiste, um die weggebrochenen Schollen und den schwindenden Lebensraum des Eisbären zu besichtigen. Die Emotionen Grönlands treffen auf die politische Ratio von Kopenhagen. Das find ich sehr reizvoll.“

Eine Frage darf nicht fehlen: Warum gibt es Ihren Weggang von der ARD zum ZDF – was wird sich wirklich groß verändern, außer der Tatsache, dass Sie zwischendurch elf Monate Freizeit haben werden?

„Zunächst freue ich mich natürlich auf die Freizeit. Ich habe gar nicht verstanden, dass dieses Thema für so einen Wirbel gesorgt hat: Mit 44 Jahren habe ich lediglich den Wunsch, noch mal etwas ganz anderes zu machen. Ich gehe, ohne dass Porzellan zerschlagen ist – und das finde ich toll. Ich bin ja auch nach wie vor weiter als Produzent für die ARD tätig.“

Haben Sie bei der Nachfolgeregelung bezüglich der Moderation Ihrer Sendungen ein Mitspracherecht – nach neun Jahren bei der ARD könnten Sie die Sendungen durchaus als eine Art Kind betrachten?

„Ich habe natürlich überhaupt kein Mitspracherecht. Was ich aber toll finde, ist, dass ich durchaus gefragt werde. Es war ja auch so hören: Oh, Gott, jetzt geht Pilawa weg und die ARD-Unterhaltung bricht zusammen!“

Sehen Sie das anders?

„Ich sehe das völlig anders. Wir haben jetzt bei ,Verstehen Sie Spaß?' eine Super-Nachfolgeregelung mit Guido Cantz. Wir probieren am Vorabend mit Florian Weber einen sehr, sehr guten Moderator aus. Wir haben mit Sven Lorig einen Top-Moderator. Wir haben Reinhold Beckmann, Dr. Eckhard von Hirschhausen, Ina Müller, Barbara Schöneberger. Es wird nie eine Lücke entstehen.“

Was gucken Sie selbst als TV-Machender gerne im Fernsehen? Ist es mehr die Dokumentation oder müssen Sie auch die Konkurrenz in der Unterhaltung im Auge behalten?

„Ich kann privat Unterhaltung überhaupt nicht gucken, das ist genauso unmöglich wie ein Fahrlehrer als Beifahrer – das geht gar nicht, denn ich gucke immer dramaturgisch: Von wo kommt das Licht, was für ein Schatten ist da, wie funktioniert das? Meine Frau sagt, mit dir kann man gar nicht fernsehen. Wenn ich tatsächlich mal in Ruhe Fernsehen gucke, dann sind es Dokumentationen. Das ist ganz klar, denn das ist meiner Meinung nach immer noch ein Geschenk, dass das öffentlich-rechtliche System in Deutschland so etwas produziert. Und daran sieht man auch die Qualität des deutschen Fernsehens. Ganz im Gegensatz zu der Dauerschelte, die auf das Fernsehen niederprasselt. “

Die passiert zu Unrecht?

„Ich sage nach wie vor, wir haben weltweit mit das beste Fernsehprogramm. Du kannst abends, um 20.15 Uhr, eine Opern-Premiere sehen, du hast die Möglichkeit, parallel dazu einen guten Film zu sehen, du kannst aber auch eine amerikanische Serie und eine deutsche Eigenproduktion sehen. Du kannst aber auch ,DSDS', Frauentausch' oder die ,Super-Nanny' gucken. Deswegen ist das Fernsehen in Deutschland besser als sein Ruf.“

Was das die größte Falschmeldung über Jörg Pilawa, dass Sie sich eine eigene Insel in Kanada gekauft haben?

(grinst): „Nein, nein, ich habe im Laufe meiner Karriere so viele Falschmeldungen über mich gelesen, dass ich wunderbar damit lebe, diese ganzen Geschichten nicht zu lesen. Man wird darauf immer wieder angesprochen, aber das ist dann halt so. Aber in der Zeitung von heute wird morgen der Fisch eingewickelt.“

Ihre Dokumentation „Pilawas Welt von morgen – Wie wir das Klima retten können“ hat die Grundaussage, wir können noch etwas tun, die Menschheit kann es noch schaffen. Passt das zu Ihnen als Mensch? Sind Sie Optimist aus Prinzip und wollen das auch vermitteln?

„Wenn ich Pessimist wäre und drei Kinder hätte, dann würde ich drei dunkle Seelen großziehen … Ich muss tatsächlich auch sagen, dass mich meine Kinder da sehr positiv beeinflussen, weil Kinder per se optimistisch sind. Kinder leben im Hier und Jetzt. Sie stehen morgens auf und wollen lernen, sind wissbegierig und haben Spaß am Leben. Ich bin sehr, sehr positiv, sonst könnte ich das alles nicht. Ich könnte meinen Job nicht machen und noch weniger könnte ich dann Vater sein.“

In Bewerbungsgesprächen soll es eine beliebte Frage sein – wo sehen Sie sich in zehn Jahren? Ist es mehr der Unterhalter Pilawa oder mehr der Dokumentarfilmer – oder ist Pilawa es gar nicht mehr im Fernsehen?

„In Bezug auf meine Zukunft im Fernsehen kann ich überhaupt keine Prognosen machen. Für mich ist es ein ganz einschneidender Moment, jetzt mal für rund neun Monate gar nichts zu machen und was dann kommt … Ich kann ja auch mit einem neuen Format, welches ich dann machen werde, komplett scheitern. Das ist ja eine Herausforderung – deshalb habe ich keine Ahnung, was in zehn Jahren ist.“

Ist diese lange Pause eine größere Herausforderung für Sie oder für Ihre Frau? Überspitzt gesagt – hält das Ihre Ehe aus?

(lächelt): „Das ist eine berechtigte Frage, so lange war ich noch nie ohne Fernsehen. Vielleicht läuft das so ,Papa Ante Portas'-mäßig, á la Loriot gehe ich Senf einkaufen – und komme mit einer Palette wieder nach Hause, weil das preiswerter war … Das kann alles passieren. Wir lassen das mal auf uns zukommen. Wenn ich dann irgendwann mal vom Einkaufen nach Hause komme, und die Türschlösser ausgewechselt sind, dann weiß ich, dass ich wieder Arbeiten gehen muss.“ (grinst)

Glauben Sie, dass Ihnen in Bezug auf das Pensum an Arbeit etwas fehlen wird? Bei der Quizshow zeichen Sie zum Beispiel mehrere Sendungen am Tag hintereinander auf und produzieren im Block – könnten Sie diese Form des Eingespanntseins womöglich vermissen?

„Ich kann Ihnen das sagen, denn ich habe das für mich mal ausgerechnet. Ich habe vorher täglich Radio gemacht und danach diverse tägliche Sendungen, ich bin seit 20 Jahren fast täglich On Air – und dass ich dann mal an den Punkt komme, an dem ich selber dazu mal keine Lust mehr habe, ist doch ganz legitim. Momentan kann ich es ganz gut mal ertragen, nicht sagen zu müssen: Guten Abend, meine Damen und Herren“ (schmunzelt)

©Wolfgang Wittenburg - Jegliche Infoauswertung honorarpflichtig (11/2009)

Textfeld: Mysterious Women Magazin
Textfeld:
Textfeld: Textfeld: Textfeld: Textfeld: Textfeld: Bitte wählen Sie einen Unterstützerbetrag für das Filmprojekt: www.blues-in-rose.de

Mysterious Women Magazin

Interviews:
Iris Berben
Sandra Maischberger
Anne Koark
Dieter Wedel

Robert Atzorn
Desireé Nosbusch
Katerina Jacob

Elmar Wepper

 

Gemischtes

St. Pauli 100 Jahre

Drehstart für…

Clara - der Film

Fotostrecke Hamburg

Rückblick

Die verfluchte Mitte

Lieblinks

Leben in der Unterschicht

New York
Im Netz der Sektenspinne

 

law & order

Copyright

Impressum

Women only
Termine in Hamburg
CSD Termine
Links für Lesben
Clara - Blues in rosé

ARCHIV:
Afrika pur & Angel

Ann-Kathrin Kramer

Anne Koark

Armin Rohde

Christian Wolff

Desireé Nosbusch

Dieter Pfaff

Dieter Thomas Heck

Dieter Wedel

Elmar Wepper

Erol Sander

Fotostrecke Buchmesse

Heiner Lauterbach

Jessica Schwarz

Joachim Fuchsberger

Jörg Pilawa

Jutta Speidel

Katerina Jacob

Mareike Carriére

Nicole Heesters

Peter Sattmann

Robert Atzorn

Samuel Finzi

Sandra Maischberger

Thomas Gottschalk

Ulrike Folkerts