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Samuel Finzi Interview
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zu: „Flemming“, Pilotfilm und 5 Folgen, ab 13. November, 21.15 Uhr, ZDF Gerade war er als untreuer Ehemann in „Sieben Tage“ zu sehen, da dreht er schon wieder den nächsten „Bella Block“-Krimi als Pathologe. Obwohl der Bulgare fest im Ensemble des „Deutschen Theater“ in Berlin ist, kommt er nun erstmals auch als Serien-Hauptdarsteller daher – auffallend viele Gemeinsamkeiten mit dem verstorbenen Ulrich Mühe und seinem TV-Erfolg als „Der letzte Zeuge“ Samuel Finzi „Ich spiele auf Leben und Tod!“ Serien, die sich auffallend angenehm im Fernsehprogramm abheben und dazu noch beliebt sind, gibt es nur wenige. Als der preisgekrönte Theater-Mime Ulrich Mühe 1998 fürs ZDF als Berliner Gerichtsmediziner Dr. Robert Kolmaar zum ersten Mal in Serie mit „Der letzte Zeuge“ an den Start ging, war das Erstaunen groß und Ulrich Mühe erklärte: „Meine Erfahrung lehrt mich, dass Serie nicht automatisch qualitativ minderwertig sein muss. Wichtig ist für mich: 1. Das Drehbuch, die Rolle, 2. Regisseur und Produzent, die erkannt haben, das Qualität Zeit kostet und gute Schauspieler, ob das Ganze Serie oder Mehrteiler heißt und in welchen Intervallen ausgestrahlt wird, ist für meine Arbeit nicht entscheidend.“ Bis zu Ulrich Mühes plötzlichem Tod vor zwei Jahren gab es stolze 73 Folgen, die zumeist aus der Feder des Autoren Gregor Edelmann stammten. Obwohl sich damals gleich Armin Rohde als Ersatz ins Gespräch gebracht hat, hielt es das ZDF in Mainz es für besser, zunächst eine Pause einzulegen. Diese könnte nun mit der neuen ZDF-Serie „Flemming“ (Pilotfilm und 5 Folgen, ab 13. November, freitags, 21.15 Uhr, ZDF) ein Ende finden, denn es gibt auffallend viele Parallelen zu „Der letzte Zeuge“: Idee und Drehbücher stammen wieder von Gregor Edelmann, wieder spielt alles in Berlin, wieder geht es nicht um einen Kommissar, sondern um einen Polizei-Psychologen, der seine Fälle mit Spitzfindigkeit und Einfühlungsvermögen aufklärt. Der den Satz des Ulrich Mühe sicher unterschreiben kann, ist der Bulgare Samuel Finzi (43). Gerade war er noch als untreuer Ehemann im Fernsehfilm „Sieben Tage“ zu sehen, da dreht er schon wieder als Pathologe den nächsten „Bella Block“-Krimi. Obwohl der leidenschaftliche Taucher fest im Ensemble des „Deutschen Theater“ in Berlin spielt, kommt er nun zum ersten Mal in einer Fernsehserie vor – ein Interview als Annäherungsversuch, der Samuel Finzi – wie er sagt – gut gefallen hat: Sie haben gesagt, dass für Sie als bekannter Theater-Schauspieler die Zeit für eine Hauptrolle in einer Fernsehserie jetzt reif war – warum meinen Sie, dass jetzt der rechte Zeitpunkt ist? „Na ja, ich bin kein Schauspieler, der wahnsinnig ehrgeizig ist auf diese Fernseh- oder Filmrollen. Ich meine, natürlich habe ich Lust, große oder interessante Rollen zu spielen, aber ich weiß, dass alles zu seiner Zeit kommt und es ist so ein inneres Gefühl, dass ich mir jetzt erlauben kann, über einen größeren Zeitraum, in einer Konsequenz eine Figur zu entwickeln, die hoffentlich über mehrere Folgen zu sehen sein wird. Ich stand in den letzten Jahren auch so viel auf der Bühne, dass ich eine gewisse Distanz davon nehmen wollte und mich einfach einem anderen Medium widmen wollte. Es ist nicht so, dass ich bisher wenig gedreht habe, aber ich gehe ziemlich wählerisch an Filmarbeiten heran.“ Nun ist Ihr Gefühl das eine, sicher wichtig, warum aber kommt passend so ein Angebot wie der Polizei-Psychologe „Flemming“ (ab 13. November, Pilotfilm und 5 Folgen, freitags, 21.15 Uhr) im gleichnamigen, neuen ZDF-Freitagskrimi? Die Drehbücher sind aus der Feder von Gregor Edelmann, der bereits für Ulrich Mühe sehr erfolgreich „Der letzte Zeuge“ geschrieben hat – und „Flemming“ hat vom Niveau her durchaus Ähnlichkeit. Ist das Glück ist das Grundoptimismus oder Unbekümmertheit? „Wahrscheinlich ist es so etwas wie Unbekümmertheit und Grundoptimismus, weil ich mich gar nicht als Schauspieler verstehe, sondern als einer, der mehr oder weniger zufällig in diesem Metier zu tun hat. Kein Mensch weiß, wozu er fähig ist, so ist meine Einstellung – auch zum Leben. Gut, irgendwann habe ich entdeckt, dass ich wahrscheinlich auch etwas Talent dafür habe, aber wahrscheinlich war es eher die Faulheit, die mich dazu geführt hat, nach dem nähersten oder leichtesten, was mir so liegt, zu greifen. Und so bin ich Schauspieler geworden und deswegen ist bei mir der Ehrgeiz, Karriere zu machen, nicht so groß. (lächelt) Ich lege aber großen Ehrgeiz darein, Dinge zu erzählen, Geschichten zu zeigen, Figuren zu beschreiben. Das interessiert mich natürlich und wenn ich spiele, dann mache ich das selbstverständlich mit großem Elan und Passion. Ich spiele sozusagen auf Leben und Tod.“ (schmunzelt) Unbekümmertheit und Grundoptimismus akzeptieren Sie sofort, aber gehört zu Ihrem Beruf nicht auch viel Glück? „Samuel bedeutet auf Hebräisch: Und er hat deine Bitte gehört, wer auch immer er ist, wissen wir nicht. Ich bin ja nicht gläubig, aber irgendwas und irgendwer. Deswegen denke ich, jemand hat wahrscheinlich meinen Wunsch gehört und ihn in Erfüllung gebracht. Das ist ganz einfach!“ (lächelt wieder) Da bietet sich die Frage an, ob Ihnen das schon öfter passiert ist? „Na ja, wenn man seine Gedanken auf sein inneres Befinden konzentriert, dann schadet das nicht. Ich muss sagen, als ich vor Jahren bei ,Bella Block‘ angefangen habe, diesen Pathologen zu spielen, da habe ich schon gedacht: Ach, ich könnte mir vorstellen, dass irgendwann so eine Figur zur Hauptfigur in einer Serie wird, also kein Kommissar, sondern jemand, der aus einer anderen Ecke kommt – wie ein Psychologe. Und prompt, ein paar Jahre später, ist es passiert.“ Auf der anderen Seite sind Sie aber auch ein mutiger Mensch, wenn Sie sich vor 20 Jahren als junger, bulgarischer Schauspieler, der kein Deutsch spricht, nach Deutschland gehen, um zu arbeiten oder? „Ich weiß nicht, ob das Mut war, das war eher Abenteuerlust und der Wunsch, aufzubrechen, von dem Ort, an dem man geboren ist, wo man 20 Jahre gelebt hat und alles einigermaßen bekannt und vertraut war. Ich komme aus einer Künstlerfamilie und ich kannte dieses ganze Milieu schon ziemlich gut. Meine Karriere startete ziemlich steil bergauf, ich habe in Bulgarien große Filme gedreht. Da dachte ich mir, mehr kann da nicht passieren. Es war mir einfach eng geworden und ich dachte, ich muss noch etwas anderes erfahren in diesem Leben, also wechseln wir noch mal die Sprache und gucken, was passiert. Ich meine, zurück kommen kann man immer.“ Ihre Figur, Dr. Vincent Flemming, flirtet gerne und heftig, der Pilotfilm „Glanz in deinen Augen“ endet mit einem Dinner unterm spritzenden Springbrunnen und es gibt keinen Gang übern Flur, bei dem Flemming nicht einer Dame hinterher schaut. Ist das eine Charaktereigenschaft, die sich in jeder Folge findet? Das hat „Flemming“ mit dem Gerichtsmediziner Dr. Robert Kolmaar aus der mit dem Tod von Hauptdarsteller Ulrich Mühe eingestellen ZDF-Serie „Der letzte Zeuge“ gemein. „Ja, das ist wahrscheinlich die Vision des Autors. Ich weiß nicht, ob ich so viel verraten darf, aber in der dritten Folge gibt es eine Liebesgeschichte, die aber tragisch endet – ja, der Mann hat so seinen Faible für die Damen, aber er ist nur einer einzigen zugetan, seiner Ex-Frau, die gleichzeitig Leiterin der Mordkommission ist und damit seine Kollegin ist und bleibt.“ Bei „Flemming“ ist der Drehort identisch mit Ihrem Wohnort Berlin. Wie wichtig war diese Tatsache bei dem Arbeitspensum einer Serie für Sie? „Ich empfinde es als einen großen Luxus, so etwas tatsächlich vor der Haustür drehen zu können. Ich bin in meiner gewohnten Umgebung, ich hocke nicht irgendwo in einem Hotel und lerne meine Texte ganz allein und werde depressiv. Das ist nicht lustig, auch wenn die Leute sich denken, Schauspieler haben ein schönes Leben und können immer irgend woanders sein. Manchmal ist das schön und für eine Woche kann man das gut aushalten, aber auf eine längere Zeit, für ,Flemming‘ waren das vier Monate, ist das echt schwierig und dann muss ich sagen, hat mir meine Familie sehr geholfen, denn bei dieser Unmenge von Text, die ich für diese sechs Folgen lernen musste, ich weiß nicht, ob ich das alleine geschafft hätte, – da irgendwo draußen.“ Ist die gewohnte Umgebung und die Familie darin für Sie beim Lernen der Texte eher zuträglich? Es gibt auch die andere Variante, bei der der Schauspieler für den kleinen Sohn an die Tür des Arbeitszimmers ein Schild hängt: Bitte nicht stören! „Der Kleine ist zwei Jahre alt und deswegen verlangt er auch sehr viel Aufmerksamkeit, aber mir wurde von der Familie Freiraum gegeben, um meine Texte gut lernen zu können und ich muss mich in dem Punkt echt loben! (lächelt) In Bezug auf das Lernen der Texte war ich ziemlich streng mit mir und es gab keinen Tag, an dem ich nicht vorbereitet war – das ist nachzuweisen, da kann man Leute von der Produktion fragen.“ Das war eine Besonderheit? „Für diese Figur war das sehr wichtig, denn die Sprache ist nicht einfach. ,Flemming‘ drückt sich immer mit vielen Andeutungen aus und dazu kommt die ganze Terminologie, die aus der Psychologie stammt, um Gedankenstränge durchzuziehen, das ist wirklich nicht unkompliziert.“ Kann man Sie und „Flemming“ legitim als Nachfolger für das ZDF-Projekt „Der letzte Zeuge“ mit Ulrich Mühe betiteln? Wie denken Sie darüber? „Ich würde davon echt Abstand nehmen, denn ,Flemming‘ ist eine komplett andere Figur und man darf das nicht so in diese Richtung ziehen. Nein, ich glaube nicht, dass ich der Nachfolger von Ulrich Mühe bin, sondern ich bin auch der eine, der von sich aus etwas Neues setzt und das ist jetzt ,Flemming‘, das ist nicht ,Kolmaar‘.“ Aber die Drehbücher schreibt wie bei „Der letzte Zeuge“ Gregor Edelmann, beide Figuren flirten gerne, beides spielt in Berlin, beide sind keine Kommissare – und auch Niveau und Qualität sind vergleichbar. „Ich hoffe doch, das steht aber nicht mir zum Beurteilen zu.“ Mussten Sie selbst schon psychologische Hilfe in Anspruch nehmen? „Sagen wir mal so, ich habe Freunde, die professionelle Psychoanalytiker sind, und ich habe mit ihnen ein oder zwei Mal Gespräche über bestimmte Zustände und Situationen, in denen ich war, geführt. Aber eine Psychoanalyse oder Ähnlichem habe ich mich bis jetzt noch nicht unterzogen. Ich habe in einem sehr schönen Interview mit Clint Eastwood neulich gelesen, dass er kein Mensch ist, der sich auf die Couch legen würde, man soll die Vergangenheit weglassen und nach vorne schauen. Das hat mir sehr gut gefallen und ich habe das mitgenommen. Es ist aber natürlich nicht auszuschließen, dass manche Menschen diese Hilfe brauchen, das ist notwendig und dafür gibt es ja Psychologen und Psychiater. Nicht alle Menschen sind stark genug, um das selbst zu schaffen – und das ist gar nichts Verwerfliches, sondern es ist ganz normal , dass man eine Einmischung von draußen braucht, um ein großes Problem zu lösen.“ Brauchen Sie so eine „Einmischung von draußen“ dann in erster Linie für sich oder auch für Ihre Arbeit. Denn es soll so gewesen sein, wenn Sie große Bühnenstücke zu spielen hatten, dann haben Sie die Erfahrung der Figur auch im eigenen Leben gemacht. „Das ist tatsächlich so gewesen.“ Im Jahr 2004 soll Ihre Frau Dimitra zwei Monate vor Beginn der Proben zu „Iwanow“ an einem Gehirntumor gestorben sein – wie können Sie nach so einem Schicksalsschlag spielen? „Es ist beides, einmal benutzt man die Situation, anderseits braucht man viel Kraft, um sie benutzen zu können und kostet viel Überwindung. Gleichzeitig ist es aber auch eine Rettung und es ist Säuberung für das, was sich da an Emotionen und Gedanken ansammelt, dass die raus können, und zwar öffentlich und nicht nur für sich selbst. Und da sind Schauspieler eben Leute, die haben kein anderes Material außer sich selbst. Wir sammeln natürlich Eindrücke aus Literatur, Musik, bildendender Kunst, aus dem Leben, aus Situationen u.s.w.. Aber eigentlich wird das nur durch unsere Psyche und unseren Körper verarbeitet und dann nach außen getragen – und dadurch sind wir sehr glücklich, aber auch sehr einsam.“ Was ist der Privatmensch Samuel Finzi für einer? Es soll zum Beispiel so ein, dass Sie in den Ferien gerne zum Tauchen weg sind? „Ja, das mache ich gerne.“ Das setzt schon mal voraus, dass Sie sich Ferien gönnen, was Sie von anderen unterscheiden kann. „Ja, ich bin halt so gebaut, ich muss im Sommer irgendwo am Wasser sein. Ich kann nicht anders, ich bin so aufgewachsen, dass ich im Jahr mindestens ein oder zwei Monate am Meer verbracht habe und das ist jetzt meine Rückzugsmöglichkeit, ich muss das machen.“ Gibt es Samuel Finzi in seinen Ferien ohne Arbeit? Geht das ganz ohne oder nehmen Sie Drehbücher mit? „Natürlich geht das ohne Arbeit! (lächelt) Das geht sogar sehr gut.“ Sie leben mit einem Sohn in Berlin – wie alt ist der? „David ist gerade zwei geworden und natürlich ist mein Sohn ein ganz wichtiger Faktor in meinem Leben.“ Sind Sie verheiratet? Führen Sie sozusagen das klassische Familienleben? „Wir sind nicht verheiratet, ich lebe seit drei Jahren in einer festen Partnerschaft.“ Arbeitet Ihre Partnerin branchenverwandt? „Sie macht Castings für Filme.“ Ist das gut so oder eher nicht? „Ich finde es wichtig, dass sie keine Schauspielerin ist, aber so hat sie einen Einblick in den Beruf. Ich vermute schon, dass es ansonsten nicht leicht ist mit einem Schauspieler zusammen zu leben.“ Inwiefern spielen Ihre Eltern – Mutter ist die Pianistin Gina Tabakova, Vater der bulgarische Schauspielstar Itzhak Finzi – eine Rolle? „Beide praktizieren immer noch als Künstler.“ Sind Ihre Eltern überrascht gewesen, weil Sie nicht direkt Schauspieler geworden sind und finden sie es heute gut so? „Eigentlich gab es gar keine Umwege, sondern ich bin ziemlich direkt dahin gekommen, es war nur so, dass ich nicht wollte, aber die Umstrände haben mich gezwungen.“ Der Militärdienst spielte auch eine nicht unwesentliche Rolle, denn der wäre drei Monate länger gewesen, wenn Sie nicht Schauspiel studiert hätten? „Genau und kurz darauf hat sich heraus gestellt, okay, vielleicht könnte ich das weiter treiben – aber es hat mich auch angezogen, klar.“ Ist Ihr Vater, der in Bulgarien so bekannt ist wie hierzulande Heinz Rühmann, heute Ihr größter Kritiker und Ihre Mutter etwas pikiert darüber, dass Sie nicht Musiker geworden sind? „Nein, meine Mutter ist meine größte Kritikerin und mein Vater auch, aber ich habe wirklich Vertrauen zu den beiden, denn es sind Menschen, die meine Ansichten und meinen Geschmack zum größten Teil gebildet haben und deswegen vertraue ich ihnen sehr.“ Und Ihre Eltern nehmen auch wirklich Anteil am Werdegang ihres Sohnes? „Meine Eltern nehmen absolut teil.“ Können Ihre Eltern das von Bulgarien aus so einfach oder müssen Sie die „Flemming“-DVDs per Post schicken? Kann man nicht in Bulgarien die Karriere des Sohnes in Deutschland nur schwerlich mitverfolgen? „Nö, nö, die tun das, weil ich ab und zu mal dort auf Gastspiel war, mit verschiedenen Vorstellungen, also die Leute wissen da, was ich mache und interessieren sich auch dafür. In den letzten Jahren habe ich auch ein paar Filme dort gedreht und ich bin da nicht vergessen.“ Aber wie können Ihre Eltern Sie als „Flemming“ sehen? „Vielleicht kauft das bulgarische Fernsehen die Serie ja und strahlt es dort aus – wer weiß. Das ist echt nicht auszuschließen, das würden sie, glaube ich, sogar machen, sobald sie wissen, dass es so etwas gibt.“ Resultiert aus der Serie „Flemming“, dass Sie andere Arbeiten reduzieren? „Nein, ich werde mein Leben sehr wahrscheinlich weiter so treiben, wie bis jetzt, mit viel Arbeit, denn ich bin ein echtes Arbeitstier. Ich kann nicht ohne Arbeit. Ich habe gerade so eine Pause von zwei Monaten, wo ich gar nicht weiß, was das überhaupt soll. Gut, ich spiele abends meine Vorstellungen und im November mache ich einen Studentenfilm, so ganz unentgeltlich, weil ich das Drehbuch spannend finde. Ich finde es wichtig, dass man seine kleinen Erfahrungen anderen mitteilt – vor allem jüngeren Leuten, die gerade erst anfangen. Das muss sein! Das ist mir wichtiger als Geld verdienen.“ Glauben Sie, dass Sie durch „Flemming“ blockiert werden könnten? „Ich glaube nicht, dass ich da sehr blockiert werden kann, denn das ist echt eine Luxus-Angelegenheit, denn wir drehen in Berlin, wir drehen nicht mehr als sieben oder acht Folgen höchstens. Das sind viereinhalb Monate Arbeit und den Rest der Zeit kann ich andere Projekte machen. Und darauf bestehe ich auch, denn das ist mir wichtig, sonst kann ich auch ,Flemming‘ nicht machen.“ (lächelt) ©Wolfgang Wittenburg - Alle Infoauswertung honorarpflichtig (11/2009) |

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